Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat bereits über 7.500 Denkmalen in Deutschland geholfen – in vielen davon finden wunderbare Musikaufführungen statt. Historische Bauten und Stätten, ihre Geschichte(n) und ihre Aura zu erhalten und erlebbar zu machen – dafür setzt sich unsere private Stiftung seit 1985 zusammen mit über 200.000 Förderern ein. Der Reichtum und die Vielfalt an Denkmalen in Deutschland sind Ansporn und Herausforderung zugleich für unsere Arbeit. Der Zahn der Zeit nagt an Denkmalen. Sie so behutsam wie möglich für die Zukunft zu rüsten und dabei so viel Originalsubstanz wie möglich zu erhalten, ist unser Ziel. Dabei helfen uns auch Benefizkonzerte, bei denen Spenden für bedürftige Denkmale gesammelt werden. Im Fokus stehen dabei die Konzertreihe „Grundton D“, die der Deutschlandfunk in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Konzerte des Deutschen Ärzteorchesters sowie Veranstaltungen der Ortskuratorien der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Musikalische Meisterwerke in besonderen Klangräumen erleben – das bietet die Benefizkonzertreihe Grundton D, die in ausgewählten Denkmalen stattfindet. Seit 1990 veranstaltet der Deutschlandfunk (DLF) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz diese einmalige Konzertreihe, die deutschlandweit ausgestrahlt wird und Denkmalen in Not zugute kommt. Die hochrangigen Konzerte finden in hilfsbedürftigen Denkmalen statt, der Erlös aus den Konzerten fließt direkt in die Sanierungsmaßnahmen vor Ort.
1990 startete die erfolgreiche Kooperation zugunsten bedrohter Baudenkmale – anfangs vor allem zur Rettung bedrohter Denkmale in den östlichen Bundesländern. Seit 2011 findet „Grundton D“ bundesweit statt. Weit über 300 Konzerte haben bisher die Besucher begeistert – und den Gedanken des Denkmalschutzes verbreitet.
2022 wurde Grundton D mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz ausgezeichnet. Den Medienpreis erhielten Iris Milde und Jochen Hubmacher vom Deutschlandfunk für das Grundton D-Benefizkonzert, das sie im Mai des Vorjahres in der Rostocker Marienkirche aufgezeichnet hatten.
Wenn Ärztinnen und Ärzte ihre Instrumente statt ihrer Stethoskope in die Hand nehmen, entsteht Musik auf höchstem Niveau – und sie dient einem guten Zweck. Seit seiner Gründung im Jahr 1989 bringt das Deutsche Ärzteorchester Medizinerinnen und Mediziner unterschiedlichster Fachrichtungen sowie Pharmazeuten, Pfleger, Physiotherapeuten und Medizinstudierende aus ganz Deutschland zusammen, die ihre Leidenschaft für die klassische Musik teilen. Sie treten drei- bis viermal im Jahr zusammen in einem Sinfonieorchester auf und schaffen somit für sich einen wichtigen Gegenpol zu ihrer täglichen Arbeit.
… – sie kann auch Denkmale bewahren. Deshalb engagiert sich das Deutsche Ärzteorchester seit 2021 mit Benefizkonzerten für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz verbinden die Ärztinnen und Ärzte musikalische Exzellenz mit gesellschaftlicher Verantwortung und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unseres kulturellen Erbes. Heute zählt das Orchester mehr als 170 Mitglieder. Mehrmals im Jahr kommen sie an wechselnden Orten zu intensiven Probenphasen zusammen, die in einem oder mehreren Konzerten ihren Abschluss finden. Viele Musikerinnen und Musiker verfügen neben ihrer medizinischen Ausbildung über eine fundierte musikalische Qualifikation.
Seit 2003 steht das Orchester unter der künstlerischen Leitung von Alexander Mottok. Sein Repertoire reicht von großen sinfonischen Werken über Chor- und Oratorienliteratur bis hin zu besonderen Crossover-Projekten. Die Konzerte des Deutschen Ärzteorchesters sind überwiegend Benefizveranstaltungen. Alle Orchestermitglieder musizieren ehrenamtlich und tragen die Kosten für Anreise und Unterkunft selbst. So kommt der Konzerterlös dort an, wo er gebraucht wird – und unterstützt Projekte für den Erhalt besonderer Baudenkmale.