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Die Jugendbauhütte Niedersachsen

Die Jugendbauhütte Niedersachsen wurde 2009 als Jugendbauhütte im Landkreis Stade gegründet und ist seitdem stetig gewachsen. Mittlerweile sind 25 Freiwillige in ganz Niedersachsen aktiv. Viele Einsatzstellen, in denen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ihren Freiwilligendienst absolvieren können, haben engen Bezug zum maritimen Erbe der Region. Wer in der Jugendbauhütte Niedersachsen„festmacht“, kann z. B. mit dem legendären Feuerschiff  Elbe 1 auf Fahrt gehen und das Schiff vom Maschinenraum bis zu den Planken überholen, im Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung archäologische Grabungen begleiten oder im traditionellen Handwerk z. B. beim historischen Ziegelbrand oder der Reetdachdeckung erste Erfahrungen sammeln. In den jahresbegleitenden Seminaren wird den Teilnehmern kontinuierlich theoretisches und praktisches Fachwissen vermittelt. Hauptthemen sind dabei Baugeschichte und Baukonstruktion von der Antike bis zur Moderne, Denkmalschutz und Denkmalpflege, Handwerk, Restaurierung und Kunstgeschichte. In den Wintermonaten findet in Kooperation mit drei Fachreferenten der Berufsfelder Forstwirtschaft, Zimmerei und Grünholztischlerei traditionell ein Waldseminar statt, bei dem die Rundholzbearbeitung mit historischen Werkzeugen zur Herstellung von Fachwerkbalken erlernt wird.

Mobile Einsätze im Landkreis Stade

Rund 35 Museen und museumsähnliche Einrichtungen gibt es mittlerweile im Landkreis Stade, die fast ausnahmslos von geschichtsinteressierten Bürgern ins Leben gerufen worden sind. Die Jugendbauhütte Niedersachsen unterstützt diese Initiativen durch aktive Mithilfe bei Restaurierungs- und Sanierungsmaßnahmen, und das nicht nur während der Seminare! In der sogenannten Mobilen Interkulturellen Einsatztruppe (MOBI) der Jugendbauhütte Niedersachsen arbeiten bis zu fünf Freiwillige an unterschiedlichen Einsatzorten innerhalb des Museumsverbandes Stade und unterstützen diese jeweils über einen kurzen Zeitraum. In den letzten Jahren war die MOBI regelmäßig in Stade auf dem Museumsschiff „Greundiek“, um dort Schleif- und Fugarbeiten zu erledigen oder die Kombüse neu aufzuarbeiten. Ein anders Projekt, dass die MOBI regelmäßig unterstützt, ist die Wassermühle in Karoxbostel, eine unter Denkmalschutz stehende Mühle mit eigenem historischen Sägewerk. Dort konnte die MOBI beim Aufsägen von geschälten Baumstämmen mitanpacken, die später zum Aufbauen einer angeschlossenen Schmiede dienten. Besonders spannend war für die Freiwilligen das Arbeiten an der Gattersäge, die durch Wasserkraft angetrieben wird.

Ein Gemeinschaftsprojekt – das Projekt Ostfalen

Initiiert und unterstützt durch das Ortskuratorium Helmstedt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wurde im September 2021 das Projekt Ostfalen der Jugendbauhütte Niedersachsen ins Leben gerufen. Seitdem gibt es dort sechs Plätze für ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Denkmalpflege. Das erste Projekt der Freiwilligen ist das sogenannte Scheepers‘  Haus in Königslutter. Das seit mehreren Jahren leerstehende und vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammende Haus beherbergte früher eine Ross-Schlachterei. Da seit dem Zweiten Weltkrieg an Haus und Nebengebäuden kaum etwas verändert wurde, gibt es noch viele bauzeitliche Teile, die jetzt von den Freiwilligen restauriert werden können. 

Mehr Informationen zum Projekt Ostfalen

Eindrücke

Ansprechpartner

Mirjam Hasselhorn

Leitung Jugendbauhütte Niedersachsen

05121-20661555

Einsatzstellen