Jugendbauhütte Raesfeld (Nordrhein Westfalen)

Jugendbauhütte NRW-Rheinland

Das Rheinland – von den Römern bis zur Industrialisierung

Auch nach dem Umzug der Jugendbauhütte NRW-Rheinland von Duisburg ins Rheinland liegt der Schwerpunkt der 2002 gegründeten Jugendbauhütte weiterhin im Bereich der Industriedenkmalpflege und Industriekultur. Jedes Jahr verbringen mehrere Teilnehmer ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Denkmalpflege in Einsatzstellen aus diesem Tätigkeitsfeld. Doch nicht nur in allen Bereichen der Industriedenkmalpflege sind die Freiwilligen tätig. Auch traditionelle Handwerkstechniken, insbesondere Fachwerk und Lehmbau, können in mehreren Einsatzstellen erlernt werden. Darüber hinaus spielt die Archäologie eine große Rolle in der Jugendbauhütte NRW-Rheinland. In zentralen archäologischen Einrichtungen von Aachen über Titz und Köln bis Xanten leisten die Freiwilligen wertvolle Basisarbeit bei der Aufbereitung der Geschichte, die im Rheinland bis zu den Römern zurückreicht.

Vielfältige Projektarbeit, die beflügelt

Im Rahmen von mehreren Seminarwochen werden aktuell Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten am UNESCO-Weltkulturerbe Zeche Zollverein, konkret an der Kokerei auf Zollverein, durchgeführt. Mit großem Eifer haben die Freiwilligen auch für den Mühlenverein Lohmühle in Duisburg-Baerl Inventarisierungs- und Reinigungsarbeiten an der Mühle aus dem Jahr 1834 durchgeführt. Momentan helfen die jungen Freiwilligen bei den Sanierungsarbeiten an der Bonner Beethovenhalle, einem noch jungen Denkmal aus der Nachkriegszeit, tatkräftig mit. So wurden unter anderem die Bestände inventarisiert und ein Teil der noch erhaltenen Originalbestuhlung des 1959 fertiggestellten Veranstaltungshauses restauriert – eine spannende Arbeit, die den Sinn für Geschichte und Geschichten hinter den Denkmalen weckt.

Pure Lust auf (Industrie-)Denkmal?

Seit 2014 unterstützt die Jugendbauhütte NRW-Rheinland durch ihren Einsatz die Sanierung der Alten Dreherei und das dort beheimatete „Haus der Vereine“ in Mülheim an der Ruhr. Ziel ist es, die komplette denkmalgeschützte Halle zu sanieren, um dort unterschiedliche Veranstaltungen von lokalen Vereinen durchführen zu können. Im Rahmen der bisherigen Seminare arbeiteten die Freiwilligen am Dachstuhl des Gebäudes, sie restaurierten die Türen und Fenster des Objektes und führten Ausbesserung- und Restaurierungsarbeiten am Mauerwerk durch.

Denkmalschutz verbindet

Seit Gründung der Jugendbauhütte profitiert die Jugendbauhütte von der engen Zusammenarbeit mit verschiedenen Ortskuratorien der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, in denen die ehrenamtlichen Stiftungsmitarbeiter organisiert sind. In jedem Jahrgang besucht zum Beispiel das Ortskuratorium Essen die Freiwilligen der Jugendbauhütten bei ihrer Seminarwoche auf der Kokerei Zollverein, um ihnen die Arbeit eines Ortskuratoriums vorzustellen und sich im gemeinsamen Gespräch über die Tätigkeiten der Teilnehmer zu informieren. Durch die Kooperation mit dem Ortskuratorium Meerbusch konnten in den vergangenen Jahren verschiedene Aktionen stattfinden, um die Erhaltung von Haus Meerbusch voran zu bringen.


Eindrücke

Ansprechpartner

Uwe Steinberger

Leitung Jugendbauhütte NRW-Rheinland

0228 22 80 082

Einsatzstellen