In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 änderte sich im Ahrtal alles. Eine Flut von nicht gekanntem Ausmaß richtete riesige Zerstörungen in der einzigartigen Kulturlandschaft des Tals an. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hilft dank zahlreicher Spenden mit ihrer Hochwassernothilfe seither kontinuierlich vor Ort, denn obwohl die Katastrophe fast drei Jahre her ist, ist immer noch viel Unterstützung nötig.
Ein wichtiger Baustein ihrer Hilfe sind die Jugendbauhütten. Viele Teilnehmer, die ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Denkmalpflege leisten, haben hier bereits tatkräftig mitangepackt. Inzwischen ist das Mobile Team Fluthilfe der Jugendbauhütten, welches die Stiftung 2022 ins Leben rief, dauerhaft als Denkmalretter im Einsatz. Bei den Fluthilfecamps von 2023 und 2024 wurde die Hilfe für jeweils zwei Wochen vervielfacht. Über 300 aktuelle und ehemalige Jugendbauhüttler und ihre Fachanleiter leisteten an ausgewählten Denkmal-Baustellen einen aktiven Beitrag für den Erhalt des baukulturellen Erbes in der Region.
Nach drei erfolgreichen Fluthilfecamps wird dieses Format nun durch das neue Denkmalrettercamp abgelöst, das 2026 erstmals in Helmstedt (Niedersachsen) stattfindet. Vom 1. bis 12. Juni 2026 engagieren sich dort rund 300 Freiwillige bei der Restaurierung von Kramers Gut, einer denkmalgeschützten Hofanlage aus dem 17. Jahrhundert und der letzten erhaltenen innerstädtischen Gutsanlage Niedersachsens. Damit wird die Idee der gemeinsamen, bundesweiten Hilfe für gefährdete Denkmale über das Ahrtal hinaus fortgeführt.
Begleiten Sie in unserem Video die Freiwilligen bei einem Tag im Fluthilfecamp!
Vom 12. bis 24. Juni 2023 fand das Fluthilfecamp der Jugendbauhütten erstmals statt und war ein großer Erfolg: Über 300 Freiwillige aus ganz Deutschland engagierten sich zwei Wochen lang an 17 Denkmal-Baustellen im Ahrtal und leisteten mit viel Einsatz und Begeisterung einen wichtigen Beitrag zum Erhalt historischer Bauwerke. Für die spendenfinanzierte Initiative wurde das Projekt am 4. Juni 2024 mit dem 2. Platz des Fundraisingpreises des Deutschen Fundraising Verbands ausgezeichnet.
Vom 8. bis 23. Juni 2024 half das Camp zum zweiten Mal ganz konkret im Flutgebiet: Zahlreiche Jugendbauhüttler waren im Ahrtal und Swisttal im Einsatz, um die durch die beschädigten historischen Gebäude zu sichern und wiederaufzubauen. Unterstützt von Fachleuten aus verschiedenen Gewerken arbeiteten sie unter dem Motto „Kulturgut in GefAHR! Wir helfen weiter“ an den Denkmalen und setzten ein wichtiges Zeichen für den langfristigen Erhalt des Kulturerbes.
Vom 5. bis 20. Juli 2025 fand das Fluthilfecamp schließlich zum dritten Mal statt – in diesem Jahr waren die freiwilligen Helfer unter dem Motto „We AHR back – Denkmalretter im Einsatz” an rund 20 historischen Gebäuden tätig, darunter mehrere Fachwerkhäuser, die ehem. Synagoge Dernau, die Saffenburg in Mayschoß und das Hotel Bellevue in Rolandseck.
In unserem Video bekommen Sie einen Eindruck dessen, was im Fluthilfecamp alles geschafft werden konnte!