Helfende Hände im Ahrtal

In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 änderte sich im Ahrtal alles. Eine Flut von nicht gekanntem Ausmaß richtete riesige Zerstörungen in der einzigartigen Kulturlandschaft des Tals an. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hilft dank zahlreicher Spenden mit ihrer Hochwassernothilfe seither kontinuierlich vor Ort, denn obwohl die Katastrophe fast drei Jahre her ist, ist immer noch viel Unterstützung nötig. 

Ein wichtiger Baustein ihrer Hilfe sind die Jugendbauhütten. Viele Teilnehmer, die ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Denkmalpflege leisten, haben hier bereits tatkräftig mitangepackt. Inzwischen ist das Mobile Team Fluthilfe der Jugendbauhütten, welches die Stiftung 2022 ins Leben rief, dauerhaft als Denkmalretter im Einsatz. Bei den Fluthilfecamps von 2023 und 2024 wurde die Hilfe für jeweils zwei Wochen vervielfacht. Über 300 aktuelle und ehemalige Jugendbauhüttler und ihre Fachanleiter leisteten an ausgewählten Denkmal-Baustellen einen aktiven Beitrag für den Erhalt des baukulturellen Erbes in der Region. 

Vom 5. bis 20. Juli 2025 fand das Fluthilfecamp zum dritten Mal statt – in diesem Jahr waren die freiwilligen Helfer unter dem Motto “We AHR back – Denkmalretter im Einsatz” an rund 20 historischen Gebäuden tätig, darunter mehrere Fachwerkhäuser, die ehem. Synagoge Dernau, die Saffenburg in Mayschoß und das Hotel Bellevue in Rolandseck. 

Begleiten Sie in unserem Video die Freiwilligen bei einem Tag im Fluthilfecamp!

Pressemeldungen zum Fluthilfecamp 2025

Katastrophenhilfe für Denkmale - bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!

Ihre Spende kommt an!

Fluthilfecamp 2024

Einsatz für jahrhundertealtes Kulturerbe

Das Fluthilfecamp der Jugendbauhütten half zum zweiten Mal ganz konkret im Flutgebiet. Vom 8. bis 23. Juni 2024 waren zahlreiche aktuelle und ehemalige Jugendbauhüttler aus dem ganzen Bundesgebiet im Ahrtal und Swisttal ehrenamtlich im Einsatz. Unter dem Motto „Kulturgut in GefAHR! Wir helfen weiter“ gaben die Jugendlichen und jungen Erwachsenen alles für den Aufbau der von der Jahrhundertflut 2021 schwer beschädigten historischen Bauten. Unterstützt und angeleitet wurden sie von Profis aus acht Gewerken: Zimmerer, Tischler, Lehmbauer, Maler, Steinmetze, Restauratoren, Maurer und Bauwerksdiagnostiker haben sich zusammengefunden und gemeinsam an den Denkmalen gearbeitet.

Gerade weil die Flut und im Anschluss leider auch Unkenntnis und voreiliges Handeln so viele historische Gebäude in der Region zerstört haben, ist es nach wie vor wichtig, das, was noch erhalten ist, dauerhaft zu sichern. Die Denkmal-Begeisterung und Tatkraft der Jugendbauhüttler motiviert – über die ganz praktische Hilfe hinaus – hoffentlich auch viele andere. Mit dem Fluthilfecamp setzt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ein deutliches Zeichen für den Erhalt des jahrhundertealten Kulturerbes.

In unserem Video bekommen Sie einen Eindruck dessen, was im Fluthilfecamp alles geschafft werden konnte!

Impressionen von den Denkmal-Baustellen und aus dem Camp 2024

Presseschau 2024

Das Fluthilfecamp der Jugendbauhütten war ein voller Erfolg. Auch die Presse war begeistert. 207 Presseberichte, 11 Hörfunk-Beitrage und 3 TV-Beiträge drehten sich um das Fluthilfecamp. Hier finden Sie einige ausgewählte Beiträge der großen Medienresonanz.
 

Beiträge aus Printmedien

18.04.2024 / Blick aktuell
Wiederaufbau: Alte Mühle in Kreuzberg erwacht aus dem Dornröschenschlaf

23.05.2024 / Blick aktuell
Eine versteckte Schönheit an der Ahr. Historisches Fachwerk in Walporzheim freigelegt Jugendbauhütten

31.05.24 / Blick aktuell online
Flut: Ruine der alten Schule in Müsch soll zur Gedenkstätte werden

11.06.2024 / Verband der Restauratoren
Fluthilfecamp 2024 im Ahrtal

20.06.2024 / Rhein-Zeitung online
Junge Leute retten Kulturdenkmäler im Ahrtal. Rheinland-Pfalz soll eigene Jugendbauhütte bekommen

21.06.2024 / Blick aktuell online
Rheinland-Pfalz bekommt Jugendbauhütte

22.06.2024 / Rhein-Zeitung
Junge Leute bauen Ahrtal auf

23.07.2024 / Blick aktuell online
Jugendbauhütte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz engagierte sich wieder im Ahrtal. Jugend rettet Denkmale

Fernsehbeiträge

21.06.2024 / WDR Lokalzeit aus Bonn
Fluthilfecamp der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Fluthilfecamp 2023

Junge Hände helfen im Ahrtal

Im Juni 2023 fand das Fluthilfecamp der Jugendbauhütten erstmals statt – und war ein voller Erfolg. Insgesamt waren über 300 Freiwillige aus allen Ecken Deutschlands ins Ahrtal gereist und leisteten in zwei Wochen an 17 ausgewählten Denkmal-Baustellen einen ganz besonderen Beitrag zum Erhalt historischer Bauwerke in der Region. Dabei brauchten die ehrenamtlich tätigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen gute Laune und eine beeindruckende Begeisterung für den Denkmalschutz mit.

Für diese durch Spenden finanzierte Aktion wurden wir am 04.06.2024 mit dem 2. Platz beim Fundraisingpreis des Deutschen Fundraising Verbands ausgezeichnet. Über diese Auszeichnung und die damit verbundene Anerkennung freuen wir uns sehr!

Impressionen von den Denkmal-Baustellen und dem Camp 2023

Teilnehmer-Stimmen

Lina Platz, Freiwillige/Teilnehmerin Jugendbauhütte 2020/21

„Seit ich von der Katastrophe erfahren habe, wollte ich helfen. Zusammen mit engagierten Freiwilligen und unter professioneller Anleitung bin ich davon überzeugt, dass wir viel schaffen werden. Ich freue mich auf die Gemeinschaft und die Arbeit. Hier darf ich mich einbringen, lernen und gleichzeitig andern Menschen helfen. Besser geht es nicht.“

Tobias Depreux, Freiwilliger/Teilnehmer Jugendbauhütte 2017/18

„Ich habe im Oktober 2021 mit Kommilitonen schon eine Reise ins Ahrtal gemacht. Damals war es schon ein schönes Gefühl den Anwohnern helfen zu können. Diesmal die Möglichkeit zu haben, an denkmalgeschützten Gebäuden zu arbeiten wird bestimmt viel Spaß machen. Außerdem macht es auch immer viel Spaß mit den Jugendbauhüttlern zu arbeiten.“

Battsetseg Batsaikhan, Freiwillige/Teilnehmerin Jugendbauhütte 2019/20

„Ich freue mich so sehr auf das Fluthilfe-Camp der Jugendbauhütten im Ahrtal! Ich habe jetzt wieder die Möglichkeit, mit meinen eigenen Händen etwas zu erschaffen und beim Wiederaufbau historischer Häuser zu helfen.“

Jules Rippmann, Anleiter/Bautischler und Teilnehmer Jugendbauhütte 2016/17

„Es ist immer ein tolles Gefühl Menschen zu helfen, die deine Expertise benötigen. Außerdem macht die Arbeit in Gruppen von ehrenamtlichen HelferInnen viel Spaß, weil die Motivation der Beteiligten sehr hoch ist.“

Gustel Lindener, Eigentümerin ehem. Synagoge Dernau

„Es ist so toll, dass man so viele junge hilfsbereite Menschen findet. Die haben doch gar nichts damit zu tun und kommen trotzdem, manchmal von so weit weg, um hier zu helfen. Ich habe mein ganzes Leben in diesem Haus verbracht und dachte es ist verloren. Und nun kommen diese vielen jungen fleißigen Menschen und bauen es wieder auf. Ich bin so dankbar.“

Dr. Ulrich Eltgen, Anleiter/Restaurator und Mitglied des Ortskuratoriums Bonn/Rhein-Sieg

„Ich möchte vor Ort im Flutgebiet helfen. Besonders wichtig ist mir der Aspekt der Zusammenarbeit von Jung und Alt, die gemeinsam die historischen Bauten des Ahrtals retten. Meine Arbeitsschwerpunkte sind historische Farbfassungen und Kapellen, daher werde ich an der Kapelle in Mayschoß die Restaurierungsarbeiten anleiten.“

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Ansprechpartner

Silke Strauch

Teamleitung

Jugendbauhütten

Tel. 0228 9091-160

jugendbauhuetten@denkmalschutz.de