Tag des offenen Denkmals® 2017: Macht und Pracht

Am Tag des offenen Denkmals öffneten am 10. September 2017 bundesweit mehr als 7.500 historische Bauten, Parks und archäologische Stätten ihre Türen für Kultur- und Geschichtsfans. Insgesamt rund 3,5 Millionen Besucher zählten die Veranstalter bei den Denkmalen und Themenführungen.

„Macht und Pracht“ hieß das Motto des Tags des offenen Denkmals in diesem Jahr. Denkmaleigentümer zeigten, wie in allen Epochen Adel, Bürgertum und Kirche ihren Führungsanspruch mittels Architektur zum Ausdruck brachten. Besucher erlebten vor Ort an historischen Bauten, Parks und archäologischen Stätten, was diese Denkmale so besonders macht und vor welche Herausforderungen ihre Erhaltung Denkmalpfleger stellt.

Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks eröffnete den Tag des offenen Denkmals am Vormittag in Oldenburg. Allein dort warteten mehr als 50 Objekte und Aktionen auf die Besucher.

Hendricks stellte bei der Eröffnungsfeier auf dem Rathausmarkt in Oldenburg die Bedeutung von Denkmalen als Ausdruck unserer Identität und Geschichte heraus. „Denkmale sind gerade in unserer schnelllebigen Zeit ein Anker der Selbstreflexion. Wer sind wir? Wo kommen wir her? Was gibt uns das an Sicherheit? Denkmale geben auf diese Fragen eine Antwort, der wir zwar nicht immer zustimmen müssen, mit der wir uns aber auseinandersetzen sollten.“

Professor Dr. Jörg Haspel, Stiftungsratsvorsitzender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, betonte die Tiefe der Verbundenheit der Bürger Oldenburgs mit ihrem kulturellen Erbe. „Denkmalpflege ist immer Teamarbeit, die von vielen Akteuren aus unterschiedlichen Zusammenhängen lebt. Auch dieser Tag des offenen Denkmals will einen Beitrag leisten, um gemeinsam das Bewusstsein für die unersetzlichen Werte zu schärfen.“


Impressionen von der Eröffnungsveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals 2017 am 10.09.2017 in Oldenburg
Stephan Hansen, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, überreicht den "Denkmalschutz-Award" an Germaid Eilers-Dörfler, Bürgermeisterin der Stadt Oldenburg
Diskussionsrunde anlässlich des Tag des offenen Denkmals mit Vorstand Dr. Steffen Skudelny
Die Jugendbauhütten präsentierten Ihre Arbeit und informierten über die Möglichkeit eines Freiwilligen Sozialen Jahrs in der Denkmalpflege.
Die Jugendbauhütten präsentierten Ihre Arbeit und informierten über die Möglichkeit eines Freiwilligen Sozialen Jahrs in der Denkmalpflege.
Großer Besucherandrang in der 2008 mit Unterstützung der Stiftung wiederhergestellten, klassizistischen Eingangshalle von St. Lamberti.
Der Marktplatz der rund 2.500 Denkmale beherbergenden Stadt Oldenburg bot eine würdige Kulisse zur bundesweiten Eröffnung.
Auf großes Interesse stieß der Infostand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, an dem über die Arbeit der Stiftung informiert wurde.
Auch das Herzogliche Mausoleum auf dem Gertrudenfriedhof, von 2011-2013 mit Hilfe der Stiftung saniert, war für Besucher geöffnet.