Köln
06.12.2025
Das Ortskuratorium Köln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unter der Leitung von Uwe Lohölter lädt zu einer Führung in die Romanische Basilika St. Kunibert ein. Die Kunsthistorikerin Dr. Anna Pawlik, Erzdiözesankonservatorin beim Erzbistum Köln, gibt einen Überblick über das historische Bauwerk, seine Architektur und Ausstattung mit einem besonderen Blick auf die spätromanischen Chorfenster. Erleben Sie einen Rundgang durch Geschichte, Architektur, Licht und Glas.
Die Basilika aus dem 13. Jahrhundert (Weihejahr 1247) zählt zu den bedeutendsten Kirchen Kölns und ist ein Meisterwerk romanischer Baukunst. Sie ist bekannt für ihre beeindruckende Architektur und reiche Ausstattung. Die Kirche ist die Heimat der ältesten Bleiglasfenster auf Kölner Stadtgebiet, die noch am Ursprungsort vorhanden sind. Sie stammen aus der Zeit um 1220/30 und gelten als bedeutendste Zeugnisse mittelalterlicher Glasmalerei in Deutschland.
Ihre Bewahrung ist vielen Zufällen zu verdanken. Sie überlebten das Feuer des Westturms im Jahr 1376 und wurden im 18. Jahrhundert auch nicht durch weiße Scheiben ersetzt - wie in vielen Kirchen üblich. Die Buntglasfenster überstanden den Orkan mit Turmeinbruch von 1830 und den Zweiten Weltkrieg, weil sie kurz zuvor ausgelagert wurden. Herausragend ist das schmuckvolle, zentrale „Wurzel-Jesse-Fenster“ im oberen Mittelschiff, das den Blick des Betrachters geradezu anzieht. Es erzählt eine leuchtende Geschichte über die enge Verknüpfung zwischen Altem und Neuem Testament. Das 800 Jahre alte Meisterwerk verliert jedoch seinen Halt. Sicherung und Restaurierung dieses unschätzbar wertvollen Fensters werden von der DSD unterstützt.
Um Spenden für die Erhaltung des „Wurzel-Jesse-Fensters“ wird herzlich gebeten.
Treffpunkt: Basilika St. Kunibert (Nordeingang)
Kunibertsklostergasse 2, 50668 Köln
06.12.2025
Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.