Saarbrücken
13.09.2026
Das Ortskuratorium Saarbrücken der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unter Leitung von Professor Markus Otto lädt herzlich zu einem Vortrag mit Führung über die ehemalige Ketten- und Nietenfabrik in St. Arnual ein.
St. Arnual gilt bis heute als „das Dorf in der Stadt“, mit einem Marktplatz umgeben von historischen Gebäuden und dem herausragenden Denkmal der Stiftskirche, der Grablege einiger Saarbrücker Herrscher und vor allem der beeindruckenden Elisabeth von Lothringen.
Weitgehend unbekannt hingegen ist St. Arnual als Standort einiger Industriebetriebe aus dem 19. Jahrhundert. Die Strohhutfabrik war ein großes Unternehmen und lieferte ihre Waren in die ganze Welt. Die Ketten- und Nietenfabrik, in Teilen des ehemaligen Stiftes errichtet, durchlebte ab 1862 alle Stationen der Industrialisierung und produzierte vor allem für die deutsche und französische Eisenbahn bis 1972 – und das mitten im historischen Kern, einen Steinwurf von der Stiftkirche entfernt.
Im Jahre 1976 wurde die Kettenfabrik von einem Architektenehepaar gekauft, um dort mit Freunden ein „Alternatives Wohnprojekt“ aufzubauen, das von Beginn an auch kulturelle Aktivitäten einschloss. Eine Ausstellung skizziert diese Entwicklung.
Wolfgang Kerkhoff (Museum St. Arnual) trägt zur Geschichte der Industriebetriebe in St. Arnual mit besonderem Schwerpunkt zur Ketten- und Nietenfabrik vor. Anschließend führt Walter Godel, ehrenamtlicher Mitarbeiter im Ortskuratorium Saarbrücken der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, durch die Ausstellung „50 Jahre Wohnprojekt ehem. Kettenfabrik“.
Das Ortskuratorium Saarbrücken wird mit einem Infostand vertreten sein und über die Arbeit der Stiftung informieren. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter freuen sich auf Ihren Besuch.
Kettenstr. 2,
66119 Saarbrücken;
Treffpunkt: Halle der Kettenfabrik– Eingang neben Kettenstrasse 2
13.09.2026
Der Eintritt ist frei.
Um Spenden für die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird herzlich gebeten.