Ellwangen
13.09.2026
Das Ortskuratorium Ellwangen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unter Leitung von Arnolf Hauber lädt herzlich zu einer Führung über die Ellwanger Brückenlandschaft ein.
Ob man beim Ursprung Ellwangens eher der Legende vom erlegten Elch und mysteriösem nächtlichen Glockengeläut oder ob man die Siedlungsgründung am Schnittpunkt zweier wichtiger Handelswege ansehen mag, bleibt dem Einzelnen überlassen. Sicher ist hingegen: die Abtei und spätere Stadt Ellwangen lag an einem Fluss, der zu allen Jahreszeiten mit Handelsgespannen sicher überquerbar sein musste. Darum dürfte hier schon früh eine erste Brücke die Jagst überspannt haben. Dass es sich noch bis 1560 um eine Holzkonstruktion gehandelt hat, geht aus den Aufzeichnungen zum Bau der ersten steinernen Jagstbrücke vor dem Jagsttor hervor.
Hindernisse überwinden - Wege verbinden als Leitbild für die Ellwanger Brückenlandschaft. Brücken waren teuer im Bau und Unterhaltung. Dass sie nicht nur Vorteile hatten, zeigte sich vor allem bei Hochwasser. So lagen von der einen bis zur nächsten Flussüberquerung vielerorts lange Wegstrecken. Vergleichsweise gut sah es bei Ellwangen aus, wo man im 18. Jahrhundert die Jagst nicht nur auf der stadtnahen Brücke trockenen Fußes überqueren konnte, sondern auch gut einen Kilometer flussaufwärts bei der Schrezheimer Mühle und drei Kilometer flussabwärts bei Rindelbach. Keine dieser Brücken ist heute noch in Gebrauch. Die kleine Steinbrücke vor Schrezheim wurde ebenso wie die zuletzt in Eisenfachwerk ausgeführte Ellwanger Jagstbrücke 1945 von der Wehrmacht gesprengt. Einzig die Rindelbacher Steinbogenbrücke ist größtenteils noch vorhanden und steht seit der Jagstkorrektion der 1970er Jahre auf dem Trockenen.
Es findet eine Begrüßung durch das Ortskuratorium Ellwangen statt. Anschließend gibt der Stadtarchivar und ehrenamtlicher Mitarbeiter im Ortskuratorium, Christoph Remmele, vor Ort Einblicke in die Ellwanger Brückenlandschaft.
Jagstbrücke an der Christopherus-Statue (nähe Stadthalle)
Treffpunkt / Adresse nur mit Koordinaten möglich: Breitengrad - 48,963075, Längengrad: 10,12891
13.09.2026
Der Eintritt ist frei.
Um Spenden für die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird gebeten.