Führung

Samuel Bottschild (1641-1706) und eine bemalte Decke in Lüneburg

Mit Anmeldung

Lüneburg 18.10.2026 15:00 Uhr

Das Ortskuratorium Lüneburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unter Leitung von Professor Dr. Paul Georg Lankisch lädt Sie herzlich zu einer Führung mit Professor Dr. Edgar Ring ein. Der vormalige Lüneburger Stadtarchäologe stellt die im Heinrich-Heine-Haus erhaltene barocke Deckenmalerei vor. Dabei richtet sich der Blick auch auf den sächsischen Oberhofmaler Samuel Bottschild und den bemerkenswerten Einfluss seiner Vorlagen auf die Kunst im Lüneburger Raum. 

Das Patrizierhaus Am Ochsenmarkt 1, heute Heinrich-Heine-Haus genannt, wurde 1561 erbaut. Im Obergeschoss befindet sich ein repräsentativ gestalteter Saal, dessen Deckenmalerei um 1700 von einem unbekannten Künstler geschaffen wurde. Die heute freigelegte und restaurierte Deckenmalerei zeigt eine Reihe von Deckenmedaillons, für die die Kupferstichfolge „Opera varia historica poetica“ (1693) von Samuel Bottschild als Vorlage diente. Bottschild, der von 1641 bis 1706 lebte und vorrangig als Oberhofmaler in Sachsen wirkte, schuf eine Folge von 48 Blättern, die vielfach als Vorlagen für Deckenmalereien dienten. Die Motive reichen von christlichen Themen bis zu mythologischen Darstellungen. Durch die weite Verbreitung dieser Drucke und die Adaption seiner Muster durch lokale Handwerke und Künstler entfaltete Bottschild auch im Lüneburger Raum einen nachhaltigen Einfluss. Die Deckenmalerei im Heinrich-Heine-Haus ist nicht nur für Lüneburg, sondern auch für Norddeutschland einzigartig und damit ein bedeutendes Zeugnis barocker Dekorationskunst. Bei Sanierungsarbeiten zwischen 1986 und 1993 wurden im Gebäude zudem Decken- und Wandmalereien aus dem 16. bis 19. Jahrhundert freigelegt und gesichert. 
 

Ort

Heinrich-Heine-Haus
Am Ochsenmarkt 1
21335 Lüneburg

Termin

18.10.2026
15:00 Uhr

Anmeldung

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Wir bitten um Anmeldung unter www.denkmalschutz.de/anmeldung oder
bei Prof. Dr. Paul Georg Lankisch unter Tel. 04131-403 503. 

Hinweis

Um Spenden für die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird herzlich gebeten. 

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