Köln
19.07.2026
Das Ortskuratorium Köln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unter der Leitung von Uwe Lohölter lädt herzlich zu einer besonderen Führung mit Esther Bugaeva in die Kölner Synagoge ein. Die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der Synagogen-Gemeinde Köln gewährt Einblicke in religiöses Leben, Geschichte und Traditionen des Judentums in Köln – einer Stadt, deren jüdische Geschichte mehr als 1.700 Jahre zurückreicht.
Die Synagoge in der Roonstraße ist das geistige und kulturelle Zentrum der Synagogen-Gemeinde Köln und zugleich ein bedeutendes Denkmal der Stadtgeschichte. Der eindrucksvolle Gebäudekomplex dient nicht nur als Ort des Gebets und der Begegnung, sondern beherbergt auch ein koscheres Restaurant, eine Bibliothek, ein kleines Museum, einen Festsaal sowie Einrichtungen für Kinder- und Jugendarbeit. Die Führung vermittelt Einblicke in jüdisches Glaubensleben und Gemeindetraditionen und erläutert zentrale Elemente des Gottesdienstes sowie wichtige religiöse Gegenstände und Symbole.
Besondere Aufmerksamkeit gilt auch der Architektur und Geschichte des denkmalgeschützten Gebäudes. Die 1899 eingeweihte Synagoge entstand nach Plänen der Kölner Architekten Schreiterer & Below im Stil der Neu-Romanik und orientiert sich zugleich an byzantinischen Vorbildern. Charakteristisch sind die Rundbogenfenster, das markante Kuppel- und Pyramidendach sowie die schlanken Ecktürmchen. Die Synagoge wurde in der Pogromnacht 1938 schwer beschädigt, nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut und zählt heute zu den wichtigsten Zeugnissen jüdischen Lebens in Deutschland.
Die Führung verbindet Architektur-, Kultur und Religionsgeschichte und eröffnet die seltene Gelegenheit, einen lebendigen Ort jüdischer Tradition und Gegenwart kennenzulernen.
Die Sanierung der Synagoge wurde von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unterstützt.
Treffpunkt: Haupteingang am Rathenauplatz
Synagoge Köln, Roonstr. 50, 50674 Köln
19.07.2026
Der Eintritt ist frei. Um Spenden für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wird herzlich gebeten.
Aus Sicherheitsgründen benötigt die Synagogen-Gemeinde von den Besuchern Personaldaten (Name, Vorname, Geburtsdatum, Geburtsort), die wir nach Anmeldung in einer gesonderten E-Mail einholen und weitere Erläuterungen dazu geben.
Sicherheitshinweis: Messer und andere gefährliche Gegenstände dürfen nicht in die Synagoge mitgebracht werden. Es finden am Eingang Sicherheitskontrollen statt!
Männliche Besucher jeglichen Alters benötigen eine Kopfbedeckung. Es dürfen aus religiösen Gründen keine Getränke/Lebensmittel in die Synagoge mitgebracht werden.