Ausgebucht

Köln 21.02.2026 14:00 Uhr

Das Ortskuratorium Köln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unter der Leitung von Uwe Lohölter lädt herzlich ein zu einem Vortrag mit Führung durch das EL-DE-Haus, Sitz des NS-DOK und ehemalige Kölner Gestapo-Zentrale. Claudia Wörmann-Adam, Co-Vorsitzende des Fördervereins des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, erläutert die Hintergründe zur Geschichte des denkmalgeschützten Hauses, insbesondere seiner Nutzung durch die Gestapo und zu seiner Nachnutzung vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis in die Gegenwart.

Das EL-DE-Haus (1934), benannt nach den Initialen seiner Erbauers Leopold Dahmen, diente von 1935 bis 1945 als Zentrale der Kölner Geheimen Staatspolizei (Gestapo). Im Keller des Gebäudes war das Hausgefängnis der Gestapo untergebracht, in dem politische Gegner und Verfolgte des NS-Regimes verhört, gefoltert und oftmals für Monate inhaftiert wurden. In der Endphase des Krieges wurden im Innenhof des EL-DE-Hauses mehrere hundert Menschen, vor allem ausländische Zwangsarbeiter, hingerichtet.

Nach dem Krieg blieb das EL-DE-Haus im Besitz der Familie Dahmen. Mehrere Ämter der Stadt Köln mieteten sich in das Gebäude ein. Nachdem die Öffentlichkeit auf das erhaltene Gestapo-Gefängnis mit seinen ca. 1.800 Inschriften und Zeichnungen ehemaliger Gefangener an den Wänden der Zellen aufmerksam geworden war, entstand eine zivilgesellschaftliche Initiative, die die Stadt drängte, sich mit dieser Vergangenheit auseinanderzusetzen. Im Dezember 1979 beschloss der Rat der Stadt Köln die Einrichtung einer Gedenkstätte. 1981 wurde die Gedenkstätte "Gestapogefängnis" im EL-DE-Haus für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 1987 kam es durch einen weiteren Ratsbeschluss zur Gründung des NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, woraus sich seit den 1990er Jahren allmählich die heutige Form entwickelte. Das historische Gebäude widmet sich in einer Dauerausstellung dem Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus, der Forschung und der Bildungsarbeit. Seit Anfang der 1980er Jahre steht das EL-DE-Haus unter Denkmalschutz. Beleuchtet wird insbesondere, wie die Umnutzung zur Gedenkstätte mit Umbau und Erweiterungsmaßnahmen denkmalverträglich realisiert wurde, ohne Bausubstanz zu zerstören und historische Details zu erhalten.

Ort

EL-DE-Haus, Haupteingang
Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln

Termin

21.02.2026
14:00 Uhr

Anmeldung

Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.

Hinweis

Der Eintritt ist frei. Um Spenden für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wird herzlich gebeten.

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