Mit Anmeldung

Berlin 22.09.2025 19:00 Uhr

Sie sind herzlich eingeladen, der Diskussionsveranstaltung „35 Jahre East Side Gallery. Herausfordernde Erhaltung, kontroverse Interessen und zukunftsfähige Strategien“ in unserem Nicolaihaus in Berlin beizuwohnen. Die Veranstaltung finden in Zusammenarbeit mit der Stiftung Berliner Mauer statt.

Es diskutieren: Anna v. Arnim-Rosenthal, Leiterin East Side Gallery, Stiftung Berliner Mauer; Prof.em. Dr. Gabi Dolff-Bonekämper, TU Berlin; Andreas Schudrowitz, Restaurator; Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und Dr. Susanne Willen, Bau- und Kunstdenkmalpflege, Landesdenkmalamt Berlin. Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Ingrid Scheurmann, Deutsche Stiftung Denkmalschutz. 

Grußwort: Cerstin Richter-Kotowski, Staatssekretärin für Kultur, Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. 
Einführung: Prof. Dr. Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer

Anlässlich des 35. Geburtstags der East Side Gallery am 28. September 2025 diskutieren die Stiftung Berliner Mauer und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz über die Erhaltung des längsten erhaltenen Teilstücks der Berliner Mauer und der berühmten Mauerbilder. Über angemessene Herangehensweisen wurde in den letzten Jahren gerungen, gestritten und gekämpft. Viele Kunstwerke sind erneuert worden, derweil die historische Substanz schwindet und der Widerstreit zwischen Kunst- und Denkmalwerten, touristischer Nutzung und Erhaltung immer offensichtlicher wird. So konnte erst eine umfangreiche Sanierung in den Jahren 2008/2009 die East Side Gallery vor dem Verschwinden bewahren. Dabei mussten die Reste der Kunstwerke allerdings vollständig abgetragen und der Beton umfassend in Stand gesetzt werden. Anschließend schufen die meisten Künstlerinnen und Künstler ihre Mauerbilder ein zweites Mal. Die East Side Gallery wurde – mitunter mit deutlichen Veränderungen gegenüber dem Original – buchstäblich auf Anfang gesetzt. Bis heute ist das Denkmal, mit jährlich mehr als vier Millionen Besuchenden einer der meistbesuchten Orte Berlins, mehrfach übermalt, restauriert und teilsaniert worden.

Dieses Vorgehen wirft komplizierte Fragen auf:

  • Welche Zeitschichten des Denkmals sollen erhalten werden?
  • Welche Werte haben an diesem Ort den Vorrang?
  • Welche Veränderungen am Denkmal sind akzeptabel, um es in die Zukunft zu bringen?
  • Kann Kunst im öffentlichen Raum langfristig angemessen bewahrt werden oder ist sie stets vergänglich?
  • Wie können – auch gegenwärtige – künstlerische Aneignungsprozesse und Denkmalbewahrung miteinander in Einklang gebracht werden?
  • Was ist das Original des Denkmals– die verbliebene Substanz oder die neugeschaffenen Bilder?
     

Im Anschluss an die Veranstaltung sind Sie zu Gesprächen bei einem Glas Wein eingeladen.

 

Ort

Nicolaihaus - ein Haus der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
Brüderstr. 13
10178 Berlin

Termin

22.09.2025
19:00 Uhr

Anmeldung

Eine Anmeldung ist bis zum 17. September erforderlich. Hier anmelden. 

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