Bonn 24.09.2026 19:00 Uhr

Das Ortskuratorium Bonn/Rhein-Sieg unter Leitung von Bernd-Michael Vangerow lädt herzlich zu einem Vortrag des Kunstwissenschaftlers und Architekturhistorikers Thomas Brandt ein. Er beleuchtet die Geschichte der Gartenstadt-Bewegung, die Anfang des 20. Jahrhunderts einsetzte und Ausdruck der Sehnsucht von Stadtbewohnern nach Landleben und Natur war. Die Idee der Gartenstadt wurde Ende des 19. Jahrhunderts geboren. Aber was sollte das überhaupt sein? Thomas Brandt findet die Antwort im industrialisierten England.

In mehrfacher Hinsicht ist England im 19. Jahrhundert Beispiel für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung im Deutschen Reich. Viel früher verändert auf der britischen Insel der Prozess der Industrialisierung die gesamte Lebensumgebung der Menschen mit segensreichen, vor allem aber bedrohlichen und inhumanen Folgen. Es ist daher ein Engländer, der die Idee der Gartenstädte propagiert, die zur Gründung einer deutschen Gartenstadt-Gesellschaft führt, die der Öffentlichkeit Alternativen zum um sich greifenden Wohnungselend der arbeitenden Klasse in den Städten aufzeigt. Will man über deutsche Gartenstädte sprechen, so muss man deshalb in England beginnen, denn nur dort lässt sich die Idealform der Gartenstadt finden. Dort wie hier muss man sich mit der Kritik beschäftigen, die der Industrialisierung entgegengebracht wird. Nur so sind die zentralen Forderungen zu verstehen, die an die Gründung einer wahren Gartenstadt gestellt werden. Inwieweit diese auch im Deutschen Reich verwirklicht wurden, zeigt die Darstellung der beiden Gartenstädte Hellerau in Dresden und Margarethenhöhe in Essen.
 

Ort

VHS Bonn im Haus der Bildung, 
Mülheimer Platz 1, 53113 Bonn

Termin

24.09.2026
19:00 Uhr

Hinweis

Anmeldung erforderlich unter www.denkmalschutz.de/anmeldung
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Volkshochschule Bonn statt.

Der Eintritt ist frei. Um Spenden für die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird herzlich gebeten. 
 

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