Grußwort zur Eröffnung unserer Wanderausstellung in Hamburg

Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Besucherinnen und Besucher!

Aus unserer täglichen Arbeit kennen wir ein Phänomen nur allzu gut: es sind immer wieder die zwei Standpunkte zum Thema Denkmalschutz, die uns begegnen und die sich scheinbar diametral gegenüber stehen - Entweder es ist ein begeistertes „Oh wie schön, das muss erhalten werden!“ oder ein eher genervtes „Oh nein, der Denkmalschutz!“. Diese stete Kontroverse haben wir zum Anlass genommen unsere Wanderausstellung neu zu denken. Wir machen die Gegensätzlichkeit zum Thema: „Liebe oder Last?! Baustelle Denkmal“ ist der Titel der Ausstellung, mit der wir uns grundlegend dem Thema Denkmalschutz nähern und uns – auch als Stiftung – den Fragen nach dem „warum“ und „wozu“ des Denkmalschutzes stellen.

Wir als Deutsche Stiftung Denkmalschutz tun das, was wir tun aus einer tiefen Überzeugung. Wir schützen und retten Denkmale, damit auch nachfolgende Generationen Geschichte erleben können. Und wir kämpfen um die breite gesellschaftliche Akzeptanz des Themas: Mit unseren Jugend- und Schulprogrammen, mit unserer DenkmalAkademie, mit unseren vielen hundert ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, mit dem „Tag des offenen Denkmals®“. Wir wissen: Denkmalpflege braucht Befürworter und gelingt nur gemeinsam, in einem guten Austausch. Dazu soll auch unsere brandneue und interaktive Wanderausstellung ab sofort einen Beitrag leisten. Sie soll Menschen dazu anregen, sich mit dem – vielleicht zunächst ungewöhnlichen – Thema Denkmalschutz zu beschäftigen, ihre Umgebung aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und auch eine ganze Portion „Denkmalwissen“ mit nach Hause und mit in ihren Alltag zu nehmen.

Wir freuen uns, dass die nächste Station unserer Wanderausstellung in Hamburg, ab dem 15. Januar 2022 in der Hauptkirche St. Katharinen sein wird! Die Geschichte der Hauptkirche St. Katharinen ist bis heute ganz besonders geprägt von ihren Kriegszerstörungen, vom Wiederaufbau, von Rettungen und Sanierungen, die bis heute ihre Spuren in ihrem Gemäuer hinterlassen haben. Ein Denkmal also, das schon sehr viele echte Denkmal-Baustellen ertragen musste – und so bis heute die Zeiten überdauern konnte. Belebt und zur überregionalen Bekanntheit gebracht, wird sie durch ihr engagiertes Kirchenteam, das diese Kirche so herzlich mit Leben füllt. Für die gute und inspirierende Zusammenarbeit im Zusammenhang mit der Präsentation unserer Ausstellung bedanken wir uns schon jetzt ganz besonders!

Gerade in den weiterhin noch unsicheren Corona-Zeiten ist es nicht selbstverständlich, die Ausstellung zu zeigen. Die Hamburger Kirche St. Katharinen bietet hierfür den nötigen Platz und die besten Voraussetzungen.

Wir wünschen uns, dass die Ausstellung ganz viele und ganz unterschiedliche Menschen in ganz Deutschland erreicht und zu Diskussionen sowie zur ehrlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Denkmalschutz anregt. Und wir hoffen am Ende auf die Frage „Liebe oder Last?!“ natürlich auf die Antwort: „Liebe!“.

Herzlich, Ihr
Steffen Skudelny
 

„Unsere Ausstellung soll Spaß machen, sie lädt ein, sich ganz grundsätzlich und auf spielerische Art und Weise mit dem Thema Denkmalschutz zu beschäftigen.“

Dr. Steffen Skudelny, Vorstand Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Lesen Sie hier das Grußwort des nächsten Gastgebers unserer Ausstellung!