Archiv Pressemeldungen

20.05.2010 – Presse

Das Heilige Grab in Rottach-Egern – Ein Förderprojekt der vor 25 Jahren gegründeten Deutschen Stiftung Denkmalschutz 

Lange Zeit lagen die einzelnen Kulissen des "Heiligen Grabes" der Pfarrkirche St. Laurentius in Egern vergessen auf einem Dachboden und waren Hitze und Nässe ausgeliefert. Das bekam den einzelnen Teilen nicht gut und zerstörte die Konstruktion. Einige Stücke waren am Ende nicht mehr aufzufinden, bei anderen erwiesen sich Fassung und Malschichten als extrem gefährdet. 2009 beteiligte sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) an der Konservierung des Bestands und der Teilrestaurierung geschädigter Teile, damit das Heilige Grab zu Ostern wieder in der Kirche aufgestellt werden kann. Den Rest des Jahres soll es in einer Dauerausstellung in den Räumlichkeiten der politischen Gemeinde zu besichtigen sein. Auch für 2010 ist wieder eine Förderung vorgesehen. Schließlich wurde das Egerner Kulissenheiliggrab 1757 von dem durchaus namhaften Künstler Joseph Ignaz Schilling geschaffen. Die Besonderheit des monumentalen Erlebnisbildes liegt nicht zuletzt in seiner gewaltigen Größe und Monumentalität und seiner künstlerischen Qualität. 

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17.05.2010 – Presse

Die Wittenberger Cranachhöfe – Ein Förderprojekt der vor 25 Jahren gegründeten Deutschen Stiftung Denkmalschutz 

Im Jahre 1507 erwarb der Maler und Verleger Lucas Cranach der Ältere ein Grundstück in Wittenberg, in dem er wohnen und malen konnte. 1513 brachte er in einem angrenzenden Gebäude, das er hinzukaufte, seine Malerwerkstatt unter. Die heute nach dem Maler benannten Hofbauten Markt 4 und Schlossstraße 1 entgingen in den 1980er Jahren nur knapp dem Untergang. Eine Bürgerinitiative setzte sich für sie ein und leitete 1989 mit dem Transparent „Wo Häuser verkommen, verkommen auch Menschen“ deren Wiederbelebung ein. Schon früh erhielt sie dabei Unterstützung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die zwischen 1992 und 2007 rund 500.000 Euro für die Wiederherstellung des wertvollen Gebäudekomplexes zur Verfügung stellte. Dem historischen Vorbild folgend fanden wieder Galerien, eine Apotheke, ein Weinausschank, eine Druckerstube sowie Stipendiatenwohnungen und eine Herberge in den Höfen eine Bleibe, im rückwärtigen Gebäudeteil der Schlossstraße befindet sich eine Malschule für Kinder. 

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12.05.2010 – Presse

Burg Eltz – Ein Förderprojekt der vor 25 Jahren gegründeten Deutschen Stiftung Denkmalschutz 

Jahrzehntelang hielten die Grafen zu Eltz die nach ihnen benannte und heute größtenteils museal genutzte Burganlage weitgehend mit eigenen Mitteln instand. Doch zuletzt war der Sanierungs- und Restaurierungsbedarf in fast allen Bereichen der einst an einer der wichtigsten Handelsstraßen des Deutschen Reiches zwischen der Mosel und dem fruchtbaren Maifeld errichteten Anlage so groß, dass es die Familie überforderte. Zahlreiche Mauerwerksrisse galt es zu beheben, undichte Dächer auszubessern, Hausschwamm zu beseitigen und nicht mehr schließbare Fenster in Ordnung zu bringen. Seit 2007 erfolgten nach umfangreichen Untersuchungen statische Notsicherungen am Kempenicher wie am Groß-Rodendorfer Haus. Die statischen Sicherungsarbeiten am dortigen Fahnensaal, dessen Außenwände nach außen kippten, unterstützte auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 2009 mit 50.000 Euro. 

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10.05.2010 – Presse

Der Bagno-Konzertsaal in Steinfurt – Ein Förderprojekt der vor 25 Jahren gegründeten Deutschen Stiftung Denkmalschutz 

1988 förderte die erst kurz zuvor gegründete Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) erstmals die Konzertgalerie im Bagno-Park in Steinfurt. Die Restaurierungsmaßnahmen konnten aber erst 1993 wirklich beginnen, als sich nach der Zusage der DSD, die Mittel für die Sanierung bereitzustellen, auch das Ministerium für Stadtentwicklung und Verkehr bereit erklärte, den Bau eines neuen Foyer-Gebäudes zu fördern, damit die Konzertsaal-Nutzung modernen Anforderungen gemäß möglich wurde. Rund 2,5 Millionen Euro stellte die DSD in den Jahren 1993 bis 1996 für die Restaurierungsmaßnahmen zur Verfügung. Die feierliche Wiedereröffnung des Saales fand im Beisein der Kultusministerin des Landes am 10. Oktober 1997 statt. Um die dauerhafte Bauunterhaltung zu gewährleisten, wurde für das Steinfurter Bagno bereits 1994 unter der treuhänderischen Verwaltung der DSD die Stiftergemeinschaft "Bagno-Konzertsaal-Stiftung" gegründet. 

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06.05.2010 – Presse

Die Veitskapelle in Stuttgart-Mühlhausen – Ein Förderprojekt der vor 25 Jahren gegründeten Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Niemand hatte etwas bemerkt. Die im Zweiten Weltkrieg unversehrte kleine Veitskapelle in Stuttgart-Mühlhausen schien keine grundlegende Sanierung nötig zu haben. Doch bot ein durchfeuchtetes Dachtragwerk der Fäulnis, den Insekten und den Pilzen viele Jahre lang einen idealen Nährboden. Weil zudem die Mauerkrone die Mauern nach außen drückte, bildeten sich insbesondere im Chor und an den gotischen Fensterscheiteln Risse im Mauerwerk. Schäden waren schließlich auch an den Natursteinen im Chor und an den Putzflächen festzustellen. Der vollgesogene nasse Naturstein gab seine Feuchtigkeit an den Innenraum ab und schädigte somit die wertvollen Wandmalereien aus dem 14. und 15. Jahrhundert. An der Sanierung von Dach, Mauerwerk und Außenputz beteiligte sich auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die für die Sanierung des Langhausdaches bisher 85.000 Euro zur Verfügung stellte. Für das laufende Jahr ist die dringend notwendige Konservierung und Restaurierung der Wand- und Gewölbemalereien vorgesehen.

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03.05.2010 – Presse

Leuchtturm Roter Sand – Ein Förderprojekt der vor 25 Jahren gegründeten Deutschen Stiftung Denkmalschutz 

Der Leuchtturm Roter Sand, das erste Bauwerk auf offener See mit einer Gesamthöhe von 53 Metern und 70 Tonnen Gewicht, wurde 1884 direkt auf einem Senkkasten am Meeresgrund verankert. Das Leuchtfeuer wurde am 1. November 1885 entzündet und brannte bis 1964. 79 Jahre lang war der Turm der erste oder der letzte Gruß für alle, die über die Nordsee nach Deutschland kamen oder über das Meer auswanderten. Nach seiner Ausmusterung sollte der Leuchtturm dem Meer überlassen werden. Dank des Einsatzes vieler Bürger und eines regen Fördervereins blieb das Küstenwahrzeichen an seinem bisherigen Standort erhalten. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) übernahm den Leuchtturm 1987 nach der Sicherung des Fundaments. Im gleichen Jahr wurde die treuhänderische "Stiftung Leuchtturm Roter Sand" errichtet, aus deren Erträgen und den zufließenden Spenden der Turm erhalten wird. Bislang unterstützte die 1985 gegründete DSD mit ihrer Treuhandstiftung die Erhaltungsmaßnahmen mit über 600.000 Euro. 

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