Archiv Pressemeldungen

07.06.2010 – Presse

Das „Haus am Horn“ in Weimar – Ein Förderprojekt der vor 25 Jahren gegründeten Deutschen Stiftung Denkmalschutz 

Viele Freunde hatten sich eingesetzt, zahlreiche Erhaltungsanstrengungen waren über die Jahrzehnte hinweg erfolgt. Doch Anfang der 1990er Jahre schien seine Zeit abzulaufen. Feuchtigkeit setzte ihm zu und gefährdete akut den Bestand. Dem Bauhaus-Gebäude in Weimar, Am Horn gelegen, drohte das Aus. Bis zuletzt hatte sich Marlis Grönwald, Kustodin der Bauhausuniversität, um das von ihr mit ihrer Familie bewohnte Kleinod gesorgt. Sie hatte es nach bestem Wissen gepflegt, um es der Nachwelt zu erhalten. 1998 hatte sie es geschafft. Die Grönwalds konnten das international bedeutende Baudenkmal verlassen, dem Haus am Horn wurde die überfällige Sanierung zuteil. Schon im April 1999 konnte das restaurierte Gebäude wieder eingeweiht werden. An seiner Rettung hatte sich neben anderen auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt und über 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Seit der Fertigstellung kümmern sich der »Freundeskreis der Bauhaus-Universität Weimar« und das »Institut für Design-Transfer« um den Architekturschatz. 

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02.06.2010 – Presse

St. Wendelin in St. Wendel – Ein Förderprojekt der vor 25 Jahren gegründeten Deutschen Stiftung Denkmalschutz 

Zuletzt war die spätgotische Hallenkirche St. Wendelin im saarländischen St. Wendel in den 1980er Jahren in größerem Umfang renoviert worden. Damals hatte man das Innere saniert. 2005 folgten – auch mit Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) – Restaurierungsarbeiten am Westportal. Durch herabfallende Steinbrocken an der Südseite wurden neuerlich Untersuchungen notwendig, die auf akuten Handlungsbedarf hinwiesen. Schlechtes Steinmaterial, unzureichende Mauertechnik und die Benutzung viel zu harten Zementmörtels bei einer Sanierung in den 1920er Jahren hatten starke Abschalungen an den Sandsteinen zur Folge, so dass die komplette Sanierung der Fassaden nötig wurde. Daran beteiligte sich 2008 die DSD erneut. Doch die Schädigungen erwiesen sich als weitaus umfangreicher als zunächst gemutmaßt, nur die Südseite ließ sich im fraglichen Jahr instand setzen. 2009 folgten die Arbeiten an der östlichen Nordseite. Doch werden noch drei weitere Bauabschnitte durchzuführen sein, bis St. Wendelin auf Dauer wieder hergestellt ist. 

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31.05.2010 – Presse

Palais Rantzau in Lübeck – Ein Förderprojekt der vor 25 Jahren gegründeten Deutschen Stiftung Denkmalschutz 

Jahrelang war bei Palais Rantzau in Lübeck die Bauunterhaltung vernachlässigt worden. Risse hatten sich an den Fassaden gebildet, Feuchte war ins Mauerwerk und in den Traufbereich gedrungen. Entstellende, teils zerstörende Einbauten hatten den Charme des Gebäudes unkenntlich gemacht, überdies verunstalteten völlig verbrauchte Oberflächen und eine veraltete Haustechnik den Bau. Im zweiten Obergeschoss entdeckte man Hausschwamm, das Mauerwerk war versalzen, Fassaden- und Innenputze platzten ab. Schließlich sorgte die unzureichende Gründung auf dem sandigen Baugelände für eine akute Gefährdung des Gebäudes. Abhilfe kam, als die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) das Objekt 2002 übernahm. Die behutsame, aber gründliche Restaurierung kostete 3,1 Millionen Euro. 2005 konnte das prachtvolle Bauwerk einer neuen denkmalgerechten Nutzung zugeführt werden. Das Schleswig-Holstein Musik Festival zog in die Räumlichkeiten ein und schwärmt davon in hohen Tönen. 

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27.05.2010 – Presse

Schloss Ludwigsburg – Ein Förderprojekt der vor 25 Jahren gegründeten Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Nach 1945 setzte bei Schloss Ludwigsburg der langsame Verfall ein. Wie so viele andere herrenlos gewordene Herrenhäuser wurde das Gebäude erst Notbleibe, dann Flüchtlingswohnheim und schließlich verfiel es. Unsachgemäßer Umgang führte zur Entfernung ganzer Gebäudeteile oder zu dilettantischen "Renovierungsarbeiten", die im Innern wertvolle historische Substanz zerstörten. Undichte Dächer schädigten auch hier zunehmend die Dach- und Deckenkonstruktionen, bis sie schließlich großenteils vom Hausschwamm befallen waren. Die Restaurierung kam erst in Gang, als sich nach dem Rückkauf des Gebäudes durch die frühere Eigentümerfamilie Weissenborn 1992 und die Verpachtung der Anlage an den Förderverein „Schloß und Gutshofanlagen Ludwigsburg e.V.“ 1997 endlich eine Nutzungsperspektive abzeichnete. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) beteiligte sich 2004 und 2005 an der Dachsanierung mit 110.000 Euro, 2009 unterstützte sie die Maßnahmen zur Deckensanierung mit 25.000 Euro. 

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25.05.2010 – Presse

Die Bark Seute Deern in Bremerhaven– Ein Förderprojekt der vor 25 Jahren gegründeten Deutschen Stiftung Denkmalschutz 

Gut 20 Jahre nach der letzten Restaurierung des einstigen Fracht- und Auswandererschoners und späteren Schulschiffes Seute Deern mussten zu Beginn des neuen Jahrhunderts zahlreiche Deck- und Plankennähte repariert werden, durch die Regenwasser in das Schiff eindrang. Von Oktober 2001 bis März 2002 lag das Schiff im Trockendock der Werft MWB und erhielt dort ein Stahlkorsett, das weitere Verformungen verhindern sollte. Die 1985 gegründete Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützte schon im Jahr 2000 die Kalfaterarbeiten und 2002 die Erneuerung und Reparatur von Spanten und hölzernen Relingstützen mit rund 200.000 Euro. Heute legt der denkmalgeschützte Schoner zusammen mit dem Alten Hafen und dem Auswandererhaus wieder Zeugnis dafür ab, dass der Seehafen Bremerhaven eine reiche Tradition aufzuweisen hat. Für viele Emigranten begann hier die Reise nach Übersee, in ihre Neue Welt. 

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20.05.2010 – Presse

Das Heilige Grab in Rottach-Egern – Ein Förderprojekt der vor 25 Jahren gegründeten Deutschen Stiftung Denkmalschutz 

Lange Zeit lagen die einzelnen Kulissen des "Heiligen Grabes" der Pfarrkirche St. Laurentius in Egern vergessen auf einem Dachboden und waren Hitze und Nässe ausgeliefert. Das bekam den einzelnen Teilen nicht gut und zerstörte die Konstruktion. Einige Stücke waren am Ende nicht mehr aufzufinden, bei anderen erwiesen sich Fassung und Malschichten als extrem gefährdet. 2009 beteiligte sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) an der Konservierung des Bestands und der Teilrestaurierung geschädigter Teile, damit das Heilige Grab zu Ostern wieder in der Kirche aufgestellt werden kann. Den Rest des Jahres soll es in einer Dauerausstellung in den Räumlichkeiten der politischen Gemeinde zu besichtigen sein. Auch für 2010 ist wieder eine Förderung vorgesehen. Schließlich wurde das Egerner Kulissenheiliggrab 1757 von dem durchaus namhaften Künstler Joseph Ignaz Schilling geschaffen. Die Besonderheit des monumentalen Erlebnisbildes liegt nicht zuletzt in seiner gewaltigen Größe und Monumentalität und seiner künstlerischen Qualität. 

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