10.07.2024 – Mecklenburg-Vorpommern

Bauhistorische Untersuchung der Ehlertschen Mühle in Woldegk

Die komplette historische Mahltechnik ist noch vorhanden

Für die bauhistorische Untersuchung der Ehlertschen Mühle in Woldegk stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 7.000 Euro bereit. Das technische Denkmal gehört somit zu den über 610 Objekten, die die DSD dank privater Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Mecklenburg-Vorpommern fördern konnte. Die Ehlertsche Mühle bildet mit zwei weiteren Windmühlen, der Holländermühle Ramme und der so genannten Museumsmühle auf dem Mühlenberg in Woldegk ein einzigartiges Ensemble.

Zum Objekt:

Die Ehlertsche Mühle ist ein sogenannter Erdholländer und verfügt als eine von wenigen Windmühlen in Mecklenburg-Vorpommern noch über die komplette historische Mahltechnik. Die Mühle wurde 1886 von der Gutsanlage Brohm auf den Mühlenberg nach Woldegk umgesetzt. Das technische Denkmal ist deshalb in wesentlichen Teilen älter als 1886, das genaue Baujahr ist jedoch unbekannt.

Die schlanke, viergeschossige Mühle wurde auf einem Sockel errichtet, ist also genau gesprochen ein Sockelgeschossholländer. Der sechseckige Turm oder Rumpf und die drehbare Haube oder Kappe waren mit Schindeln aus Lärchenholz verkleidet. Die vollständig erhaltene, maschinelle und technische Ausstattung stammt aus der Zeit von etwa 1900.