13.07.2015 – Presse , Brandenburg

Benefizkonzert von DLF und DSD für die Friedenskirche in Potsdam

„Grundton D“ – Musik wirbt seit 25 Jahren für die Baukultur

Kurzfassung: Am 19. Juli 2015 findet um 18.00 Uhr in der Friedenskirche in Potsdam ein Konzert der Reihe Grundton D mit Hyeyoon Park an der Violine und dem Wiener Kammerorchester unter Leitung von Stefan Vladar statt. Die Künstler spielen Werke von Mendelssohn-Bartholdy, Mozart und Tschaikow­sky. Grundton D, die gemeinsam von Deutschlandfunk (DLF) und Deutscher Stiftung Denkmalschutz (DSD) veranstaltete Benefizreihe, bedeutet jährlich zehn hochkarätige Konzerte in bedürftigen Baudenkmalen in Ost und West, damit viele Menschen aktiv mithelfen, das kulturelle Erbe zu bewahren. Denn nicht nur begeistert die Konzertreihe mit der Verbindung von Musik und Architektur seit 25 Jahren die Zuhörer, sondern die Erlöse aus den Konzerten kommen gleich den Bauwerken zugute, in denen sie stattfinden. Für die private Denkmalstiftung ist Grundton D eine großartige Möglichkeit, für bekannte und unbekannte Kleinode um Unterstützung zu werben. Die Konzerte und Berichte über die Aufführungsorte werden vom Deutschlandfunk im Rahmen der Sendung Musik-Panorama und Konzertdokument der Woche bundesweit ausgestrahlt, das Konzert in Potsdam am 11. Oktober 2015 um 21.05 Uhr.

Hyeyoon Park - London Music Masters

Hyeyoon Park © B. Ealovega

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Friedenskirche

Friedenskirche in Potsdam © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wegner

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Langfassung: Am Sonntag, den 19. Juli 2015 findet um 18.00 Uhr in der Friedenskirche in Potsdam ein Konzert der Reihe „Grundton D“ mit Hyeyoon Park an der Violine und dem Wiener Kammerorchester unter der Leitung von Stefan Vladar statt. Die Künstler spielen Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Wolfgang Amadeus Mozart und Peter Tschaikowsky. Seit 1991 ist die gemeinsam von Deutschlandfunk (DLF) und Deutscher Stiftung Denkmalschutz (DSD) veranstaltete Benefizreihe mit hochkarätigen Konzerten auf der Reise durch bedürftige Denkmale in den östlichen und westlichen Bundesländern. Die Erlöse aus den Konzerten kommen dabei direkt den Bauwerken zugute, in denen sie stattfinden.

Für die private in Bonn ansässige Denkmalschutzstiftung ist die DLF-Konzertreihe eine ausgezeichnete Möglichkeit, für bekannte und unbekannte Kleinode bundesweit um Aufmerksamkeit und Unterstützung zu werben. Weit über 200 Konzerte haben bislang die Besucher begeistert – und dazu beigetragen, sich auch aktiv für die Erhaltung der Baudenkmale zu engagieren. Denn die bundesweite Ausstrahlung der Konzerte im Deutschlandfunk vermittelt einem Millionenpublikum vor den Rundfunkgeräten neben dem musikalischen Genuss auch wichtige Informationen über den Denkmalschutz. Diese öffentliche Unterstützung ist für die Denkmalpfleger vor Ort im täglichen Kampf um Fördermittel und Verständnis eine unschätzbare Hilfe.

Die Potsdamer Friedenskirche ist ein besonderes Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Für die dringend notwendige Restaurierung werben als prominente Botschafter der Chef des Hauses Hohenzollern, Georg Friedrich Ferdinand Prinz von Preußen, Landtagsabgeordnete Klara Geywitz, Gemeindemitglied Ursula Weyrauch und Tatort-Kommissar Jörg Hartmann. Günter Jauch stellte für die Restaurierung der Apsis bereits 138.000 Euro zur Verfügung.

Das Gotteshaus wurde unter naher Beteiligung des künstlerisch begabten Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV. nach Plänen des Hofarchitekten Ludwig Persius von 1845 bis 1848 gebaut. Mit dem sogenannten kirchlichen Rundbogenstil wollte man insbesondere auf die Kirchenarchitektur Italiens, insbesondere Roms Bezug nehmen. Der gesamte Komplex mit den Nebengebäuden im Marlygarten im Park Sanssouci ist oberitalienischen Klosterbauten nachempfunden. Die Vorlage für die Kirche selbst war ein frühchristlich idealisierter Kupferstich der Kirche San Clemente in Rom. Die dreischiffige Säulenbasilika ohne Querhaus ist weithin sichtbar durch den 42 Meter hohen Campanile. Das 13,50 Meter hohe Hauptschiff überragt die halb so breiten Seitenschiffe. Die Felder der flachen Kassettendecke im Innern zeigen goldene Sterne auf blauem Grund. Ein veneto-byzantinisches Mosaik aus dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts schmückt die Apsis. Friedrich Wilhelm hatte es in seiner Kronprinzenzeit für 385 Taler in Italien ersteigern lassen.

Weitere Konzerte 2015 finden statt am 2. August 2015 in der Benediktinerabtei St. Mauritius in Tholey (Saarland), am 15. August 2015 im Ringlokschuppen in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern), am 19. August 2015 in der Brentanoscheune in Oestrich-Winkel (Hessen), am 6. September 2015 im Heiligen-Geist-Hospital in Lübeck (Schleswig-Holstein) und am 13. September 2015 im Technischen Halloren- und Salinemuseum in Halle an der Saale (Sachsen-Anhalt).
Weitere Infos unter <link grundton_d.html>www.denkmalschutz.de/grundton_d.html.