22.07.2021 – Nordrhein-Westfalen

„Betreten der Baustelle erwünscht!“

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellt ihre Ausstellung „Liebe oder Last?!“ in Bonn vor

Kurzfassung: Mit einer interaktiven und multimedialen Wanderausstellung will die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dazu beitragen, den „Denkmalschutz“ in Deutschland besser kennen und schätzen zu lernen. In Bonn ist „Liebe oder Last?! – Baustelle Denkmal“ zu sehen vom 30. Juli 2021 bis zum 20. September 2021 in der Geschäftsstelle der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Schlegelstraße 1 in 53113 Bonn, montags bis donnerstags zwischen 8.30 Uhr und 17.00 Uhr, freitags zwischen 8.30 Uhr und 15.00 Uhr. Danach geht die pandemiefähige Ausstellung weiter auf die Reise durch die anderen Bundesländer. „Unsere Ausstellung“, so DSD-Vorstand Dr. Steffen Skudelny, „lädt ein, sich ganz grundsätzlich und auf spielerische Art und Weise mit dem Thema Denkmalschutz zu beschäftigen.“

Wanderausstellung "Liebe oder Last?!" der Deutschen Stiftung Denkmalschutz * Foto: Roland Rossner/DSD

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Wanderausstellung "Liebe oder Last?!" der Deutschen Stiftung Denkmalschutz * Foto: Roland Rossner/DSD

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Wanderausstellung "Liebe oder Last?!" der Deutschen Stiftung Denkmalschutz * Foto: Roland Rossner/DSD

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Langfassung: Mit einer interaktiven und multimedialen Wanderausstellung will die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dazu beitragen, den „Denkmalschutz“ in Deutschland besser kennen und schätzen zu lernen. „Liebe oder Last?! – Baustelle Denkmal“ vom Freitag, den 30. Juli 2021 bis Mittwoch, den 20. September 2021 montags bis donnerstags zwischen 8.30 Uhr und 17.00 Uhr, freitags zwischen 8.30 Uhr und 15.00 Uhr in der Geschäftsstelle der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Schlegelstraße 1 in 53113 Bonn. Danach geht die Ausstellung weiter auf die Reise durch die anderen Bundesländer. Die Ausstellung beantwortet gängige Fragen, stellt irrtümliche Annahmen richtig und klärt über herrschende Vorurteile auf. Sie wendet sich an Jung und Alt, ist familienfreundlich und erschließt eine Welt, die den meisten erst dann bewusst wird, wenn sie bereits verloren ist.

Sechs Baugerüste auf rund 200 Quadratmetern Fläche dienen als Träger der Informationen und sind zugleich unterhaltsame Multimediastationen. Die interaktiven Themenorte sind zweisprachig (deutsch und englisch) und auch mit einer Ausnahme für Rollstuhlfahrer passierbar. Zahlreiche Corona-Maßnahmen sorgen für Sicherheit. Sämtliche Touchscreens und Bedienelemente sind antiviral behandelt, Desinfektionsspender vielfach vorhanden und die Besuchsmöglichkeiten entsprechen jeweils den aktuellen Auflagen und behördlichen Empfehlungen.

„Unsere Ausstellung soll Spaß machen“, so DSD-Vorstand Dr. Steffen Skudelny, „sie lädt ein, sich ganz grundsätzlich und auf spielerische Art und Weise mit dem Thema Denkmalschutz zu beschäftigen.“ Und Eva Masthoff, Leiterin der Abteilung Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, betont: „Die Beispiele zeigen deutlich, wie wichtig Denkmalschutz ist. Wie viele alte Gebäude, die gerettet wurden, sind heute lebendige Kulturorte, gehören unverzichtbar zum Gesicht einer Region.“ Auf den Punkt gebracht: „Denkmale sind das gebaute Gedächtnis unserer Gesellschaft.“

Kurz skizziert erwartet den Besucher umfassendes Basiswissen zur Denkmalpflege, ausgehend von dem Gedanken, dass ein Denkmal immer auch eine Baustelle ist, im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Baudenkmale werden modifiziert, kritisiert, erhalten, herausgeputzt und leider auch abgerissen. Die Baustelle gehört daher zum Denkmalschutz wie das Gerüst zur Baustelle. Hier erinnern die Gerüste der sechs Ausstellungs-Stationen in der Silhouette an verschiedene Architekturen, von der Kirche bis zur Fabrik.

Nachdem sich der Besucher entschieden hat, die Ausstellung durch einen der beiden Zugänge „Liebe“ oder den Eingang “Last“ zu betreten, wird er zunächst mit den allgegenwärtigen Bedrohungen historischer Baudenkmale konfrontiert. Ob Überschwemmung oder Larve, Stadtplanung oder wirtschaftliche Interessen – Denkmale sind zahlreich gefährdet. Doch sie sind zugleich unersetzliche Wissensspeicher und künstlerisch-handwerkliche Meisterleistungen. Nur dank spezieller handwerklicher Kunst und einsatzbereiten Engagements der Eigentümer bleiben sie für nachfolgende Generationen erhalten. Das macht die dritte Station deutlich, während in der vierten Station erläutert wird, was ein Denkmal zum Denkmal macht und wie der Denkmalschutz im Paragraphenwald der 16 Bundesland-Gesetze funktioniert. Station 5 plädiert dafür, dass Denkmalpflege nur gelingen kann, wenn viele Experten, die Öffentlichkeit und freiwillige Helfer an einem Strang ziehen. Und schließlich zeigt der abschließende Ausblick vom Turm am Ende der sechsten Station, wie sehr Denkmale unsere Städte und deren Wiedererkennungswert prägen.

Weitere Informationen und Pressefotos unter www.denkmalschutz.de/ausstellung