30.11.2019 – Niedersachsen

Bronze für die Dömitzer Brücke

Die Dömitzer Brücke © R. Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

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Zur Erinnerung an die private Förderung

Bei einem Pressetermin vor Ort am Montag, den 2. Dezember 2019 um 10.00 Uhr überbringt Professor Paul Georg Lankisch, Ortskurator Lüneburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), zur Erinnerung an die gelungene Restaurierung der Dömitzer Brücke in Langendorf an Dr. Toni Bienemann von der Peja Gruppe eine Bronzetafel mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Dadurch bleibt das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der Rentenlotterie von Lotto auch nach den Maßnahmen an vorbildlichen Projekten sichtbar und kann zu weiterer Unterstützung motivieren. Die private Denkmalschutzstiftung unterstützte die Restaurierung vor zwei Jahren mit 100.000 Euro. Die denkmalgeschützte Brücke gehört zu den über 400 Objekten, die die private DSD dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Niedersachsen fördern konnte.

Die Eisenbahnbrücke über die Elbe im Landkreis Lüchow-Dannenberg, gegenüber dem mecklenburgischen Dömitz, ist eine der wenigen weitgehend erhaltenen historischen Eisenbahnbrücken über einen der großen Flüsse Deutschlands. Zeitweilig galt sie als die längste Eisenbahnbrücke Deutschlands. Von ihrer ursprünglichen Länge von einem Kilometer ist heute noch etwas über die Hälfte erhalten. Das technische Denkmal wurde zwischen 1871 und 1873 von der Berlin-Hamburger-Eisenbahngesellschaft als Verbindung zwischen Berlin und Bremerhaven von dem Brückenbauunternehmen Harkort’sche Fabrik aus Duisburg nach Plänen des Berliner Ingenieurs Häseler zweigleisig errichtet. Die Strecke erwies sich jedoch als unrentabel und wurde nicht über Lüneburg hinaus fortgeführt.

Die Brücke bestand am westlichen Elbufer aus 16 Vorlandbrücken mit Stützweiten von je 33,9 Metern. Das Flussbett wurde mit vier Brückenfeldern bei Stützweiten von je 67,8 Meter und mit einer Drehbrücke mit zweimal 18,2 Metern überspannt. Das drehbare Brückenelement diente als Sperrmöglichkeit. Das östliche Vorland überbrückten weitere vier Brücken bei Stützweiten von je 33,9 Meter. Die Überbauten waren Balkenbrücken mit schmiedeeisernen Fachwerkträgern und untenliegender Fahrbahn. Eine zeittypische Besonderheit ist die Brückenbefestigung. Beidseits befinden sich zwei Backsteintürme mit Zinnen und Schießscharten, dazwischen ein Graben.

Nach einem Luftangriff 1945 stürzte der östliche Überbau vor der Drehbrücke in die Elbe, der Wiederaufbau unterblieb. 1978 wurden die verbliebenen drei Strombrücken und deren Pfeiler wegen Einsturzgefahr abgerissen, 1988 folgte der östliche Abschnitt mit der Drehbrücke und den dazugehörigen Vorlandbrücken. Von der Eisenbahnbrücke existieren heute noch die 16 westlichen Vorlandbrücken mit dem zugehörigen Brückenkopf.