06.07.2024 – Mecklenburg-Vorpommern

Bronze für die Wollscheune in Bad Doberan

Das Engagement der privaten Förderer sichtbar halten und zu weiterer Unterstützung motivieren

Die Klosteranlage von Bad Doberan gehört zu den bedeutendsten Norddeutschlands. Der erhaltene Bestand weist eine herausragende baukünstlerische und bautechnische Qualität und Aussagekraft auf, die das Kloster zu einem außerordentlich relevanten Zeugnis zisterziensischer Bau- und Klosterkultur machen. Dazu gehört auch die Woll- oder Wolfsscheune – selbst in ihrem ruinösen Zustand. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) förderte sie in den letzten Jahren, und nun überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Dienstag, den 9. Juli 2024 um 13.00 Uhr Ralf Schinke, Ortskurator Rostock der DSD, an die Stadtpräsidentin Katy Hoffmeister und Bürgermeister Jochen Arenz eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Der Termin dient gleichzeitig als Startschuss für den letzten Bauabschnitt zur Sicherung der Ruine Wollscheune. Die Plakette soll hier wie an anderen vorbildlichen Projekten der DSD das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale sichtbar halten und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die Scheune ist eines der über 630 Objekte, die die DSD dank ihrer Förderer, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale allein in Mecklenburg-Vorpommern fördern konnte.

Wollscheune im Klosterpark in Bad Doberan * Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert

Das Bild ist für Pressezwecke kostenfrei bei Nennung des Nachweises.

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Wollscheune im Klosterpark in Bad Doberan * Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert

Das Bild ist für Pressezwecke kostenfrei bei Nennung des Nachweises.

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Die Zisterziensergründung aus dem 13. Jahrhundert mit dem Münster als Zentrum wurde im Verlauf der Reformation säkularisiert. Während das Münster weiterhin als fürstliche Grablege und Pfarrkirche erhalten blieb, verfiel die Klosteranlage langsam, wurde geplündert und beschädigt und die Steine andernorts verwendet. Erhalten blieben die 1,4 Kilometern lange Klostermauer, der vordere Teil des Kornhauses, die Ruine des Wirtschaftsgebäudes sowie die Ruine der Wollscheune. Im 19. Jahrhundert begannen umfangreiche Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten.

Zum Objekt:

Die zu den bedeutendsten Norddeutschlands gehörende Klosteranlage weist eine solch herausragende baukünstlerische und bautechnische Qualität und Aussagekraft auf, dass das Kloster zu einem außerordentlich relevanten Zeugnis zisterziensischer Bau- und Klosterkultur zählt. Das gilt auch für die Woll- oder Wolfsscheune in ihrem ruinösen Zustand. Die Ruine befindet sich im Norden des Klosterareals und wird als Kämmerei gedeutet. Das wohl zweigeschossige Gebäude auf rechteckigem Grundriss war langgestreckt und verfügte über Giebel an den durchfensterten Schmalseiten.