11.01.2020 – Hamburg

Bronzetafel an St. Nikolai in Finkenwerder erinnert an private Förderer

St. Nikolai in Finkenwerder © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Falke

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St. Nikolai in Finkenwerder © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Falke

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Altar in St. Nikolai in Finkenwerder © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Falke

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Eines von 50 Förderprojekten in Hamburg

In diesen Tagen erreicht Pastor Torsten Krause eine Bronzetafel mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Dadurch soll das Engagement der privaten Förderer der DSD und der Rentenlotterie von Lotto auch nach Abschluss der Maßnahmen an vorbildlichen Projekten in Erinnerung bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellte für die Maurer- und Betonarbeiten am Turm vor zwei Jahren 20.000 Euro zur Verfügung. St. Nikolai gehört zu den 50 Denkmalen, die die private DSD dank Spenden, Erträgen ihrer Treuhandstiftungen und der Lotterie GlücksSpirale allein in Hamburg fördern konnte.

Die Kirche steht in der Mitte des Dorfes am Finkenwerder Landscheideweg, der im 16. Jahrhundert im nördlichen Teil Finkenwerders die Grenze zur Grafschaft Holstein-Pinneberg und im südlichen Teil zum Fürstentum Lüneburg bildete. Die Grenze blieb, später zu Hamburg im Norden und zum Königreich Hannover bzw. Preußen im Süden, bis zum Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 bestehen.

Die heutige Backsteinkirche wurde 1880/1881 als dreischiffige, kreuzförmige Emporenbasilika mit apsidialem Chorabschluss im neugotischen Stil angelegt. Der Turm im Westen ist 36 Meter hoch. Die große Sturmflut von 1962 führte Mitte der 1960er Jahre zu einer Innenmodernisierung. Dabei wurde der Südgiebel des Querhauses geöffnet und mit einer hohen Verglasung versehen. Der Innenraum wurde purifiziert und weiß gefasst, im Chorbereich hinter dem Altar wurden farbige Betonglasfenster eingefügt.

Der Turm wies massive Schäden am Verblendmauerwerk auf, Ziegel und Verfugung waren stark zurückgewittert. Schäden am Turmmauerwerk, Korrodierungen und Schäden an der Bleiverglasung ergänzten das Schadensbild. Die Instandsetzung des Turmes, insbesondere des Turmhelmes, war vordringlich. Der Helm stammte aus der Umgestaltung der 1960er Jahre. Dort war die Bewehrung des Ringbalkens aus Beton nicht ausreichend einbetoniert worden. Er lag frei und konnte korrodieren.