09.09.2015 – Presse , Schleswig-Holstein , Tag des offenen Denkmals

Bronzetafel für die Hafendrehbrücke in Lübeck

Erinnerung an die vorbildliche Restaurierung

Kurzfassung: Johannes Schindler, Ortskurator Lübeck der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), überbringt am Tag des offenen Denkmals, den 13. September 2015 um 10.30 Uhr zur Erinnerung an die beispielhafte Restaurierung der Hafendrehbrücke in Lübeck eine Bronzetafel mit dem Hinweis "Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale" an Bausenator Franz-Peter Boden. So wird auch nach den Baumaßnahmen an vorbildlichen Projekten das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale sichtbar bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die Hafendrehbrücke ist eines von über 160 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Schleswig-Holstein fördern konnte.

Langfassung: Für die Instandsetzung der Hafendrehbrücke in Lübeck stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 2012 auch dank der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär sie seit 1991 ist, 20.000 Euro zur Verfügung. Nun überbringt Johannes Schindler, Ortskurator Lübeck der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), am Tag des offenen Denkmals, den 13. September 2015 um 10.30 Uhr zur Erinnerung an die beispielhafte Restaurierung der Hafendrehbrücke in Lübeck eine Bronzetafel mit dem Hinweis "Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale" an Bausenator Franz-Peter Boden. So wird auch nach den Baumaßnahmen an vorbildlichen Projekten das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale sichtbar bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren.

Die Hafendrehbrücke ist eine der ältesten Brücken Lübecks. Erbaut wurde sie im Jahr 1892 im Zuge der Planung für die Hafenerweiterung und den Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals. Zu ihr gehören der historische wasserhy-draulische Antrieb und das Betriebsgebäude. Die Anlage ist eine der letzten funktionierenden historischen Wasserhydrauliken in Deutschland.

Das repräsentative backsteinerne Betriebsgebäude im neogotischen Stil barg die Brückenwärterwohnung, die Dampfmaschinenhalle und die Betriebsanlage der Drehbrücke, den Königsstuhl sowie den Steuerstand, der als Erker aus dem Gebäude heraustritt.

Mit einer Länge von rund 38 Metern und einer Breite von rund 13 Metern wird die Hafendrehbrücke von Fußgängern und Fahrzeugen zur Überquerung der Stadt-Trave genutzt. Die lichte Durchfahrtsbreite beträgt rund 10 Meter. Die Brücke dient dem Zugang zum Museumshafen und nur ihre Funktionsfähigkeit garantiert den Museumsschiffen die Ein- und Ausfahrt aus dem Hafen.

Die Brücke wird immer noch bewegt wie zur Bauzeit. Durch zwei sandgefüllte Akkus wird Wasser in den sogenannten Königsstuhl, das Brückengelenk, gedrückt. Die Brücke wird dabei angehoben und kann auf dem entstandenen Wasserbett via Ketten gedreht werden. Die Wartung der Konstruktion erfolgt bis heute mit historischen Materialien.

Das Stahlfachwerk und die Ausmauerung waren vor wenigen Jahren stark geschädigt, die Stahlkonstruktion in Teilen verrostet, teilweise existierten Querschnittsschwächungen. Es fanden sich Risse und verschiedene Beschädigungen im Mauerwerk. Die Holzkonstruktion mancher Fenster im Bereich des Steuerstandes waren marode, ihre Dichtigkeit nicht mehr gegeben. Eine veränderte Konstruktion des Stahlfachwerks führte zu Anschlussproblemen zwischen Ausfachung und Mauerwerk.

Die Hafendrehbrücke, die mit ihrer markanten Optik das Lübecker Stadtbild prägt und die technische Entwicklung der Stadt dokumentiert, ist eines von über 160 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Schleswig-Holstein fördern konnte.