27.10.2023 – Thüringen

Langemarck-Gedenkstätte in Eisenach wird von der DSD gefördert

Förderung dank zahlreicher zweckgebundener Spenden möglich

Für die Neuverfugung der Langemarck-Gedenkstätte unterhalb des Burschenschaftsdenkmals in Eisenach stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 15.000 Euro zur Verfügung. An der einen offenen Raum schaffenden Wand der Gedenkstätte lösen sich stellenweise Kalksteinplatten von der Hintermauerung. Es kommt bereits zu Abplatzungen und Verschiebungen der Fugen, so dass eine Gefährdung der Standsicherheit befürchtet werden muss.    

Die Gedenkstätte gehört zu den über 530 Objekten, die die private DSD dank privater Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Thüringen fördern konnte. Das Denkmal besitzt besondere landschaftsprägende Bedeutung. Es dokumentiert anschaulich das seinerzeitige Geschichtsbild und Selbstverständnis der deutschen Burschenschaften.

Zum Objekt:

Unterhalb des Burschenschaftsdenkmals entstand 1932 eine Gedenkstätte für die Gefallenen der Schlacht um Langemarck, einem kleinen Ort in Belgien, in der Tausende im beginnenden Stellungskrieg im November 1914 sinnlos geopferte junge Soldaten, vielfach Studenten, gefallen waren. Während Langemarck ursprünglich zum Symbol sowohl der Sinnlosigkeit des Krieges als auch der patriotischen Pflichterfüllung wurde, nahm in den 1930er Jahren die Verehrung des Heldentodes überhand. An vielen Orten im Deutschen Reich wurden damals Langemarck-Gedenkstätten in diesem Sinne errichtet.

Durch zwei gerundete Flügelwände entstand ein offener Raum, auf dessen Talseite ein Gedenkstein mit dem Relief einer Jünglingsfigur zwischen Schwerter hochreckenden Händen angeordnet war. Das Relief wurde 1946 entfernt. In vereinfachter Form 2011 wiederhergestellt, dient der Ort nun als Gedenkstätte der Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges..