21.07.2021 – Baden-Württemberg

Dank der GlücksSpirale hilft die DSD der Stiftskirche in Baden-Baden

Pressetermin zur Übergabe des Fördervertrages in der Pfarrkirche St. Petrus und Paulus in Baden-Baden: v.l.n.r. Georg Wacker, Geschäftsführer der Toto-Lotto Baden-Württemberg GmbH, Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Johannes-Jürgen Laub, Verwaltungsleiter der katholischen Seelsorgeinheit Baden-Baden * Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Mertz

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Pfarrkirche St. Petrus und Paulus in Baden-Baden * Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wegner

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Pfarrkirche St. Petrus und Paulus in Baden-Baden, Innenraum während der Restaurierung * Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Mertz

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Pressetermin zur Übergabe des Fördervertrages in der Pfarrkirche St. Petrus und Paulus in Baden-Baden während der Restaurierung * Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Mertz

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Eines der bedeutendsten Gotteshäuser des Landes Baden-Württemberg

Am Mittwoch, den 21. Juli 2021 um 11.30 Uhr überbringt Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), gemeinsam mit Georg Wacker, Geschäftsführer der Toto-Lotto Baden-Württemberg GmbH, einen Fördervertrag in Höhe von 100.000 Euro für die Inneninstandsetzung der katholischen Pfarrkirche St. Petrus und Paulus in Baden-Baden. Dank der Erträge der Lotterie GlücksSpirale können dort Wände und Gewölbe restauriert und neu gefasst werden. Die vormalige Stiftskirche zählt zu den bedeutendsten Gotteshäusern des Landes Baden-Württemberg. Sie war über Jahrhunderte Haus- und Grabeskirche der in der Stadt ansässigen Markgrafen von Baden. Zahlreiche Gräber und gestiftete Kunstwerke bezeugen die landesgeschichtliche Bedeutung des Gebäudes und seiner Ausstattung. Das Denkmal gehört zu den über 370 Objekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie nicht zuletzt der Mittel der GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

Die Stiftskirche Liebfrauen zu Baden-Baden befindet sich am Nordrand der Altstadt. 987 über antiken römischen Thermen errichtet, folgte ein weiteres Bauwerk im 13. Jahrhundert. Von ihm sind die unteren Geschosse des ursprünglich auf drei Seiten freistehenden Westturms erhalten, sowie der Triumphbogen bis zu den Kämpferplatten und der Ansatz der ehemaligen Langhausarkaden. Vor 1477 bekam die Kirche einen neuen Chor und das Langhaus mit Turm und neuen Nebenchören. Ein Brand, dem die Dächer, das Langhaus, die Turmgewölbe und Teile des Westportals zum Opfer fielen, zwang 1689 zur Neugestaltung der Kirche.

Die dreischiffige Hallenkirche mit stark überhöhtem Mittelschiff verfügt zwischen den eingezogenen Strebepfeilern über Kapellen und seitliche Eingänge. Die Fenster zieren reiche spätgotische Maßwerkformen. Das romanische Stufenportal umgibt eine spätgotische Rahmenarchitektur. Herausragendes Kunstwerk im Inneren der Kirche ist das spätgotische Sandsteinkruzifix im Chor.

Die Sanierung des Innenraums ist schon seit Jahren in Planung. Die Kirche im Quellgebiet der Thermalquellen wird stark von aufsteigender Feuchtigkeit geschädigt. Das Thermalwassersalz greift Wände, Böden und Kunstwerke an und zersetzt die Substanz. Bei den vorbereitenden Maßnahmen wurden allerdings die Mauerwerks- und Dachschäden am Turm in ihrer ganzen Tragweite deutlich. Diese Arbeiten wurden im vergangenen Jahr vorgezogen. Dabei half die DSD dank einer großzügigen zweckgebundenen Spende.