31.07.2020 – Berlin

Der Friedhof Dreifaltigkeit II in Berlin ist ein DSD-Förderprojekt

Mausoleum von Wilhelm Kunzemann © Dr. Jörg Kuhn, EvFBs

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Mausoleum von Wilhelm Kunzemann © Dr. Jörg Kuhn, EvFBs

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Mausoleum von Wilhelm Bornhagen © Stefanie Winckler

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Sicherung der Mausoleen von Wilhelm Kunzemann und Wilhelm Bornhagen

Für die Sicherung der Mausoleen von Wilhelm Kunzemann und Wilhelm Bornhagen auf dem Friedhof Dreifaltigkeit II in Berlin-Kreuzberg stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden und der Lotterie GlücksSpirale 45.000 Euro zur Verfügung. Damit leistet die in Bonn ansässige spendensammelnde Denkmalschutzstiftung einen Beitrag zur Planungssicherheit für die Bauherren, ihre Architekten und hochqualifizierten Handwerksbetriebe, um diese wichtigen Arbeitsplätze erhalten zu helfen. Die Grabmäler gehören zu den 200 Objekten, die die private in Bonn ansässige DSD dank zahlreicher Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Rentenlotterie von Lotto allein in Berlin fördern konnte.

Der Dreifaltigkeitsfriedhof II in der Bergmannstraße gilt als der älteste und bedeutendste der vier Friedhöfe zwischen Marheinekeplatz und Südstern. Auf dem Areal eines ehemaligen Weinbergs angelegt, wurde er am Himmelfahrtstag 1825 von dem Theologen Friedrich Schleiermacher eingeweiht. Charakteristisch für den Friedhof der Dreifaltigkeitsgemeinde ist die große Anzahl von alten Erbbegräbnissen und prunkvollen Mausoleen aus dem 19. Jahrhundert. Hier sind zahlreiche Angehörige der Berliner Gelehrtenrepublik und zahlreiche Künstlerinnen und Künstler beigesetzt, etwa die Schauspielerinnen Amalie Wolff und Marie Seebach, der Maler Adolph Menzel, der Dichter Ludwig Tieck, der Baumeister Martin Gropius und der Historiker Theodor Mommsen.

Es handelt sich bei den zu fördernden Grabbauten der Mausoleen Kunzemann und Bornhagen um eindrucksvolle Architekturen. Die Arbeiten umfassen unter anderem Aufmaß und Schadenskartierung, Inventarisierung und Bergung loser Stuckelemente, die Notsicherung von Malschichten im Innenraum, aber auch die Erstellung eines Wanddurchbruchs zum benachbarten Mausoleum Bornhagen, um die beiden Mausoleen später gemeinsam als Abschiedsraum zu nutzen. Dabei soll das Mausoleum Bornhagen wegen der besseren Erschließung als Vorhalle dienen. Ebenfalls muss eine Schwammbekämpfung im Mauer- und Dachwerk, Mauerwerksreparaturen und die Fassadeninstandsetzung, die Restaurierung von Sandsteinelementen sowie der Eingangstür und der Fenster in der Gruft erfolgen.