08.02.2016 – Sachsen-Anhalt

Der Magdeburger Dom erhält erneut Unterstützung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Magdeburger Dom St. Mauritius und St. Katharina © Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

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Lettner soll restauriert werden

Bei einem Pressetermin am Mittwoch, den 10. Februar 2016 um 14.00 Uhr überbringt Claus Mangels, Ortskurator Magdeburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), einen Fördervertrag über 3.000 Euro für die Wiederherstellung des Lettners in der Magdeburger Domkirche St. Mauritius und St. Katharina an Christian Philipsen, den Generaldirektor der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt.

Die Geschichte des Magdeburger Doms reicht mit dem 955 begonnenen romanischen Bau von Otto I. bis vor die Gründung des Erzbistums 968 zurück. Als der ottonische Bau 1207 dem großen Stadtbrand zum Opfer fiel, entschied sich Erzbischof Albrecht II. trotz zahlreicher Proteste 1209 zu einem völligen Neubau im modernen Stil der französischen Gotik. Im Inneren lässt sich die Stilentwicklung der Spätromanik zur Hochgotik vom Chorumgang über Hochchor und Querhaus bis hin zum Langhaus verfolgen. Die Stilentwicklung lässt sich auch an der Bauplastik verfolgen.

Nachdem die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits 1992 und dann seit 2006 mehrfach verschiedene Maßnahmen im Magdeburger Dom mit insgesamt 140.000 Euro unterstützt hat, steht nun die Erstellung eines konservatorisch-restauratorischen Konzepts für die Restaurierung des Lettners an. Es sind schädigende Steinergänzungen, offene Fugen, Rostsprengungen, die aufsteigende Feuchtigkeit und die Salzbelastung sowie die Verschmutzung der Oberflächen zu beheben.

Der Magdeburger Dom ist eines über 540 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Sachsen-Anhalt fördern konnte.