25.02.2014 – Presse

Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert den Ringlokschuppen in Tuttlingen

Eine Wahnsinnsaufgabe

Bereits im Jahr 2012 hat sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) an der Wiederherstellung der Westfassade des Ringlokschuppens in Tuttlingen mit 50.000 Euro beteiligt. Nun überbringen am 28. Februar 2014 um 11.00 Uhr Renate und Wolfgang Meinhardt vom Ortskuratorium Villingen-Schwenningen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) symbolisch einen weiteren Fördervertrag für das denkmalgeschützte Bauwerk an Ingrid Girrbach. Dank der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die Stiftung seit 1991 ist, stehen somit 20.000 Euro für die Instandsetzung der Fenster im Turmanbau zur Verfügung. Von der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg sind vor Ort dabei Direktor Norbert Müller und Bezirksdirektor Frank Eisele.

Ringlokschuppen in Tuttlingen © Dr. Eckhard Wegner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz


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Tuttlingen war früher ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt – sowohl zwischen Baden und Württemberg wie zwischen Stuttgart und Singen auf der Gäubahn. Das 1975 stillgelegte Tuttlinger Bahnbetriebswerk ist das letzte mit allen originalen Außenanlagen komplett erhaltene historische Bahnbetriebswerk in Baden-Württemberg. Es dient seit 1994 als privates Dampflokmuseum. Die Gebäude werden von den Eigentümern nach und nach instandgesetzt.

Der Ringlokschuppen war Teil des Bahnhofs Tuttlingen und wurde von 1928 bis 1933 von der Deutschen Reichsbahn in der Formensprache der Neuen Sachlichkeit errichtet. Die Fachwerkkonstruktion ist  aus Holz und Mauerwerk sowie mit einer freitragenden hölzernen Dachkonstruktion errichtet. Die Deutsche Bundesbahn bot den Schuppen der heutigen Eigentümerfamilie als Unterbringungsmöglichkeit für deren Dampflokomotivensammlung an. Zur Zeit umfasst die seltene Sammlung 26 Dampflokomotiven und verschiedene zur Eisenbahn gehörige Spezialwerkzeuge, so etwa Schienenhebewerkzeuge.

Der Ringlokschuppen, an dessen Turmanbau nun der Außenputz saniert, die Glasarbeiten an den Fenstern durchgeführt und die Rollläden überholt werden müssen, gehört zu den über 250 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Baden-Württemberg fördern konnte.