03.05.2021 – Rheinland-Pfalz

Die Bahnhofsanlage in Üxheim-Ahütte wird neu genutzt

Bahnhofsanlage in Üxheim-Ahütte © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wegner

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Nach der Gesamtsanierung sollen Museum, Cafè, Seminarhaus und Pension einziehen

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale die Malerarbeiten am ehemaligen Bahnhofsgebäude in Üxheim-Ahütte mit 35.000 Euro. Nachdem die Anlage lange Zeit leer gestanden hat, möchte der neue Eigentümer, der bereits Notsicherungen vorgenommen hat, endlich die notwendige Gesamtsanierung durchführen. Es sind Feuchtigkeitsschäden in der Dach- und Deckenkonstruktion sowie an den Holzböden zu beheben, zudem Schäden an Fenstern, Türen und Toren zu beseitigen. Daneben ist die Wiederherstellung des Inneren vorgesehen.

Die zur Zeit leerstehende Anlage soll künftig museal, als Cafè, Seminarhaus und Pension genutzt werden. Das Baudenkmal ist eines von über 200 Objekten, die die private DSD dank Spenden, Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Rheinland-Pfalz fördern konnte.

Die Bahnhofsanlage befindet sich am nordöstlichen Ortsrand von Ahütte, südöstlich von Üxheim. Zum Bahnhof zählen das zweigeschossige Hauptgebäude mit Krüppelwalmdach, das ehemalige Stellwerk, der Güterschuppen und ein Nebengebäude. Der Bahnhof Ahütte zeugt verkehrshistorisch vom Ausbau der Eisenbahnstrecken in der Eifel im Zuge der Militarisierung und einer Nutzung in den Weltkriegen bis hin zur anschließenden Verlagerung des Verkehrs von der Schiene auf die Straße in den 1960er/1970er Jahren im Zuge der Automobilisierung.

Mit dem Bau der Bahnstrecke Dümpelfeld - Ahütte - Lissendorf wurde 1909 begonnen. 1912 wurden die Strecke und auch der Bahnhof Ahütte eingeweiht. Von 1913 bis 1915 wurde die Strecke zu militärischen Zwecken weiter ausgebaut. 1973 wurde zunächst der Personenverkehr und kurz darauf auch der Güterverkehr stillgelegt. Ab 1975 begann der Abbau der Strecke und 1980 wurde das Bahnhofsareal verkauft. Von 2010 bis 2019 stand die Anlage ungenutzt leer.