12.01.2018 – Bayern

Die Christuskirche in Nürnberg bekommt Besuch vom DSD-Ortskurator

Meistermannfenster in der Christuskirche in Nürnberg © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe

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Meistermannfenster in der Christuskirche in Nürnberg © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe

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Christuskirche in Nürnberg © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe

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Christuskirche in Nürnberg © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe

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Georg Meistermanns Fenster werden restauriert

An der Restaurierung der Meistermannfenster im nördlichen Chor und des östlichen Fensters in der Christuskirche in Nürnberg beteiligt sich die Denkmalschutzstiftung dank der Lotterie GlücksSpirale mit 10.000 Euro. Nun besucht Gerd Sommer vom Ortskuratorium Erlangen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) am Montag, den 15. Januar 2018 um 14.00 Uhr gemeinsam mit Michael Eckert von Lotto Bayern Pfarrerin Ursula Brecht, um sich bei einem Presse- und Fototermin vor Ort die Restaurierungsarbeiten erläutern zu lassen. Der erste Kirchenneubau Nürnbergs nach der Reformation besitzt drei Glasmalereifenster des bedeutenden Künstlers Georg Meistermann. Die Christuskirche ist eines von über 380 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte.

Die heutige Baugruppe der Christuskirche stammt aus verschiedenen Zeiten und ist wie die Berliner Gedächtniskirche ein Mahnmal der Kriegszerstörung. Der späthistoristische Turm aus rotem Backstein steht seit 1957 isoliert, nachdem das Langhaus der von 1891 bis 1894 im neugotischen Stil errichteten Kirche 1945 zerstört worden war und 1956/1957 neu errichtet wurde.

Die drei Meistermannfenster entstanden 1957 und sind mit ihrer Gesamtfläche von 150 Quadratmetern in Nürnberg und der Region einzigartig. Die Fenster im Altarraum aus jeweils 40 hochrechteckigen Glasmalerei-Feldern in acht Reihen und fünf Bahnen nehmen jeweils die Wandfläche eines ganzen Jochs ein und werden gegliedert durch je zwei senkrechte Beton-Pfeiler und einen waagerechten Sturz über der zweiten Reihe. Die Bleiverglasungen wurden aus mundgeblasenen Echtantik-Gläsern in den Tönen Weiß bis Grau, Grün und Gelb sowie Rot und Blau gestaltet. Die Bemalung wurde mit Schwarzlot und gewischtem Überzug ausgeführt, rückseitig weißlich mattiert.

Das Fenster links vom Altar zeigt in den ersten sechs Reihen senkrechte bläulich-grüne Balken mit halbrundem oberem Abschluss vor grauem, linear gegliedertem Hintergrund. Dieser ist im unteren Bereich ungeordneter, im oberen geordneter. Das Fenster rechts vom Altar wird als Gebetsfenster bezeichnet. Es zeigt in den unteren zwei Reihen unregelmäßige hell- und dunkelrote Farbflächen vor grauem linear gestaltetem Grund. In den oberen drei Reihen senkrechte dunkelblaue Balken mit dazwischenliegenden grauen Grundflächen und senkrechten Bahnen aus überlappenden Zungenformen. Das Fenster in der Brauthalle besteht aus neun liegend rechteckigen Verglasungs-Feldern in drei Reihen und drei Bahnen.