09.04.2019 – Sachsen-Anhalt

Die Dorfkirche St. Petrus in Halle-Wörmlitz erhält einen DSD-Fördervertrag

Dorfkirche St. Petrus in Halle-Wörmlitz © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wegner

Download

Dorfkirche St. Petrus in Halle-Wörmlitz © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wegner

Download

Langfristige Sicherung des Kirchenschiffs beginnt

Für die Restaurierung des Kirchenschiffs der Dorfkirche St. Petrus in Halle (Saale) Wörmlitz stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank eines zweckgebundenen Nachlasses 30.000 Euro zur Verfügung. Der Fördervertrag erreicht Juliane Claus von der Evangelischen Kirchengemeinde Wörmlitz-Böllberg in diesen Tagen. Die ursprünglich aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammende Dorfkirche ist eines von über 580 Projekten, die die Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Sachsen-Anhalt fördern konnte.

Die zentral gelegene St. Petruskirche in Wörmlitz, einem südwestlichen Stadtteil von Halle an der Saale, zählt zu den ältesten Baudenkmalen der Stadt. Der Gebäudekern geht auf das 12. Jahrhundert zurück, Umbauten erfolgten um 1750 im barocken Stil. An den romanischen Westquerturm der Kirche schließt sich ein rechteckiges Schiff an. Der Innenraum wird von einer Tonne überwölbt.

1967 brannten der Turm und Teile des Inneren aus. Seit 1971 wird das Gotteshaus schrittweise wiederhergestellt. Dabei wurde der Dachstuhl zu schwach dimensioniert, sodass die Mauerkrone ausbaucht. Auch das Kirchenschiff ist statisch gefährdet. So musste die Kirche zeitweise gesperrt werden. Eine Notabstützung ermöglichte neuerlich die Nutzung des Gebäudes, weitere Maßnahmen sind jedoch dringend notwendig.

Die Kirchengemeinde und ein örtlicher Förderverein setzen sich sehr aktiv für die Sanierung der Dorfkirche ein. Im Rahmen der dauerhaften konstruktiven Sicherung der Nord- und Südwand des Kirchenschiffs werden jetzt die Dachdeckerarbeiten durchgeführt.