14.11.2017 – Schleswig-Holstein

Die Fassade der Alten Apotheke in Krempe ist fertig

Detail aus der Alten Apotheke in Krempe © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert

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Die Alte Apotheke in Krempe nach der Restaurierung © Hehr

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Die Alte Apotheke in Krempe nach der Restaurierung © Hehr

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Die Alte Apotheke in Krempe © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert

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Die Alte Apotheke in Krempe © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert

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Detail aus der Alten Apotheke in Krempe © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert

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Eines der wichtigsten Bürgerhäuser im Lande

Am Donnerstag, den 16. November 2017 um 11.30 Uhr stellen die Denkmaleigentümer Patricia Rohde-Hehr und Wolfgang-Martin Hehr mit Dr. Berthold Köster vom Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein im Beisein des stellvertretenden Bürgermeisters Gerd Kilbienski die abgeschlossenen Restaurierungsmaßnahmen an der Außenhülle der Alten Apotheke in Krempe im Landkreis Steinburg vor. Die DSD unterstützte in den beiden vergangenen Jahren denkmalpflegerische Maßnahmen an dem Haus mit insgesamt 40.000 Euro.

Der an einem zentralen Eckgrundstück gelegene zweigeschossige Bau auf der Reichenstraße 1 diente lange Zeit als königlich-privilegier­te Apotheke zu Krempe. Heute wird das Gebäude als Wohnhaus genutzt. Im Inneren haben sich aus allen Bauphasen umfassende Ausstattungsreste erhalten, vor allem Malereibefunde. Besonders reizvoll ist die reich geschnitzte originale Barockeingangstür. Dieser Bestand macht das Denkmal zu einem der wichtigsten Bürgerhäuser im Lande.

Die ältesten Teile des Hauses gehen auf die Zeit um 1470 zurück. Mit dem Ausbau Krempes zur Festungsstadt Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Gebäude erneuert und umgebaut. Umfangreiche Teile des Fachwerks stammen aus der Zeit um 1540. Das Gebäude hat geschnitzte Renaissance-Fensterpfosten mit einer ungewöhnlich reichen und aufwendigen Befensterung. Im Spätbarock wurde das Haus auf seine heutige Größe verlängert. Den Bau deckt ein Satteldach. Aus der Blütezeit der Apotheke nach 1712 hat sich im Obergeschoss eine bemalte Holzdecke von hoher Qualität erhalten. In Kränzen und Rankenwerk sind Landschaftsszenen dargestellt. Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Erdgeschosswände in Backstein erneuert. Dabei modernisierte man auch den straßenseitigen Giebel im Obergeschoss.

Die Alte Apotheke in Krempe ist seit 1994 eines der über 180 Projekte, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Schleswig-Holstein fördern konnte. Die sorgfältig und behutsam ausgeführten Arbeiten wurden vorbildlich abgeschlossen und auch von Bund, Land und Landesdenkmalamt besonders gefördert.