27.08.2015 – Presse , Sachsen-Anhalt , Tag des offenen Denkmals

Die Moritzkirche in Halle an der Saale ist ein Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Aus dem Besuchsprogramm am Tag des offenen Denkmals

Kurzfassung: Der Tag des offenen Denkmals am 13. September 2015 ist in diesem Jahr in besonderer Weise dem Thema "Handwerk, Technik, Industrie" gewidmet. So werden am Denkmaltag etwa die Führungen im Saalhornmagazin als Teil des Technischen Halloren- und Salinemuseums Halle unter dem Schwerpunktthema angeboten. Geöffnet ist am Denkmalsonntag auch die Moritzkirche von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr mit einem vielseitigen Programm für Groß und Klein: eine bau- und kunsthistorische Kirchenführung, eine interaktive Orgelführung und eine virtuelle Dachstuhlführung, im Innenhof ein Handwerkermarkt mit Steinmetz, Holzgutachter, Schieferexperten und Orgelbaufirma. Die Moritzkirche ist eines von 32 Denkmalen, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Halle fördern konnte.

Blick in die Moritzkirche © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wegner

Download

Blick in die Moritzkirche © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wegner

Download

Langfassung: Der Tag des offenen Denkmals am 13. September 2015 ist in diesem Jahr in besonderer Weise dem Thema „Handwerk, Technik, Industrie“ gewidmet. So werden am Denkmaltag etwa die Führungen im Saalhornmagazin, das zum Technischen Halloren- und Salinemuseum Halle gehört, um 10.00 Uhr, 12.00 Uhr und 14.00 Uhr unter dem Schwerpunktthema angeboten. Das 1820 auf der Salzniederlage an der Mündung der Saale in die Elbe bei Groß-Rosenburg errichtete Salzmagazin Nr. 3 wurde 1845 abgetragen und nach Halle auf die Königliche Saline umgesetzt. Der auf einem Porphyrfundament stehende Fachwerkbau mit Krüppelwalmdach führte fortan die Bezeichnung Saalhorn(er)magazin. Nach Schließung der Saline 1964 wurde das Gebäude bis 1994 zu Lagerzwecken genutzt. Auch Ausstellungen zu verschiedenen Themen sind dort zu sehen: Historische Volks- und Stadtbäder in Deutschland und Frankreich, 175 Jahre Eisenbahn in Halle (Saale) sowie Outdoor-Informationswände zum Vorhaben Rettung des historischen Saalhorns. Von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr ist am Denkmalsonntag auch die Moritzkirche geöffnet, ein Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Hier erwartet die Besucher ein vielseitiges Programm für Groß und Klein: eine bau- und kunsthistorische Kirchenführung, eine interaktive Orgelführung und eine virtuelle Dachstuhlführung, im Innenhof ein Handwerkermarkt mit Steinmetz, Holzgutachter, Schieferexperten und einer Orgelbaufirma. Die Moritzkirche wurde in mehreren Bauabschnitten zwischen 1388 und 1557 errichtet. Sie war Augustinerchorherrenstift und Klosterkirche der Dominikaner und auch die Pfarrkirche der Salzwirkerbrüderschaft, der Halloren. Mit der Moritzkirche beginnt die spätgotische Hallenbaukunst im sächsischen Raum. Die stattliche Turmfront der Hallenkirche ist unvollendet geblieben. Die der Innenstadt zugewandten Seiten der Kirche wurden mit reichem Bauschmuck versehen, der sich an der Parlerschule der Prager Dombauhütte orientiert. 1694 bis 1697 erhielt die Kirche einen hohen barocken Kirchturm, der jedoch 1789 nach einem Teileinsturz wieder abgetragen wurde. Der heutige niedrige Turmaufsatz entstand zwischen 1801 und 1803. Die Moritzkirche besitzt einige bedeutende Ausstattungsstücke: Steinskulpturen aus dem frühen 15. Jahrhundert, einen spätgotischen Hochaltar von 1511 und eine Renaissancekanzel von 1592. In den vergangenen beiden Jahrhunderten erfuhr das Bauwerk mehrfach größere Instandsetzungen, bei denen neben der statischen Ertüchtigung der Bauschmuck zum Teil entfernt, erneuert, ergänzt und neu erfunden wurde. Seit einigen Jahren befindet sich die Kirche wieder in einem überaus sanierungsbedürftigen Zustand. Auf den ersten Blick sind schwere Schäden an der Bauzier, gelöste Bauteile, offene Fugen, Ausbrüche und Mauerwerksrisse zu erkennen. Die Moritzkirche ist eines der 10 Denkmalen, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Halle fördern konnte. Zu den dortigen, am Tag des offenen Denkmals geöffneten Förderprojekten in Halle gehören unter anderen der Stadtgottesacker, die Franckeschen Stiftungen und das Schleiermacherhaus.