04.12.2019 – Hessen

DSD-Bronzeplakette für Wohn-Stallhaus in Beerfelden

Wohn-Stallhaus Steingrund 27 in Beerfelden © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schroeder

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Wohn-Stallhaus Steingrund 27 in Beerfelden © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schroeder

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Fenster und Holzschindelbehang der Außenwände des Wohn-Stallhauses Steingrund 27 in Beerfelden © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schroeder

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Ein Gebäude im Stil des Odenwälder Einhaus-Typs

In diesen Tagen erreicht Denkmaleigentümerin Nicola von und zu Hoensbroech eine Bronzetafel mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Die Plakette soll nach Abschluss gelungener Sanierungsmaßnahmen die Unterstützung der privaten Förderer der DSD und der Rentenlotterie von Lotto in Erinnerung halten und zu weiterem Engagement ermuntern.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützte in den beiden vergangenen Jahren dank der Lotterie GlücksSpirale die engagierte Denkmaleigentümerin bei der Dachinstandsetzung sowie bei der Restaurierung des Holzschindelbehangs der Außenwände und des Wiederaufbaus der Natursteintreppe des denkmalgeschützten Wohnstallhauses Steingrund 27 in Beerfelden-Gammelsbach mit insgesamt 80.000 Euro.

Das Gebäude, ein zur Verdeutlichung der wirtschaftlichen Zusammenhänge unverzichtbarer Bestandteil des Gesamtensembles Altes Jagdhaus Steingrund, gehört zu den über 220 Objekten, die die private DSD dank Spenden, Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Hessen fördern konnte.

Das Alte Jagdhaus Steingrund erbaute 1767/1769 der gräfliche Rentmeister Johann Ernst Valentin Klump für die Grafen Erbach-Fürstenau im südlichen Odenwald. Das von Linden flankierte Haupthaus thront oberhalb einer Mauer und zwei Terrassen über dem Tal in prominenter Lage. Zu dem Jagdhaus-Ensemble gehört als wichtiger Bestandteil eine Hofreite. Die Hofreite besteht aus einem in Hanglage erbauten Wohngebäude und einer im Winkel angebauten Scheune mit Stallung.

Das Wohnhaus steht auf einem hohen Natursteinsockel. Das Untergeschoss und die bergseitigen Außenwände bestehen aus Bruchsteinmauerwerk. Das weitere Gebäude ist in Fachwerk ausgeführt. Ein kombiniertes Pfetten-/Sparrendach deckt den Bau. Um 1920 wurde ein Anbau errichtet.

Das Wohnstallhaus entspricht dem Odenwälder Einhaus-Typ mit eingeschossiger Rückseite und zweigeschossiger Vorderseite. Es wird durch eine hohe Freitreppe erschlossen. Die Hofreite entstand zeitgleich mit dem Jagdhaus und diente der Bewirtschaftung des Besitzes.