06.07.2015 – Presse , Baden-Württemberg

DSD fördert die St. Morizkirche in Rottenburg

Gotische Wandmalereien werden gesichert

Dank der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär sie seit 1991 ist, stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) für die Restaurierung der Wandmalereien in der St. Morizkirche in Rottenburg im Landkreis Tübingen 40.000 Euro zur Verfügung. Dr. Gerold Jaeger, Ortskurator Neckar-Alb der DSD, überbringt am Mittwoch, den 8. Juli 2015 um 11.00 Uhr vor Ort im Beisein von Hubert Gförer von Lotto Baden-Württemberg den entsprechenden Fördervertrag an Pfarrer Harald Kiebler.

Die einstige Stifts- und jetzige Pfarrkirche St. Moriz von Rottenburg befindet sich am rechten Ufer des Neckar im Stadtteil Ehingen. Über den Resten von Vorgängerbauten des 10. und 13. Jahrhunderts begann man um 1300 inmitten des ehemaligen Kirchhofs mit dem Bau der heutigen Kirche, die zu Beginn des 15. Jahrhunderts erweitert wurde. Der Turm wurde 1433 vollendet.

Die dreischiffige Rundpfeilerbasilika über verzogenem Rechteckgrundriss mit Turm an der Nordwestecke und Polygonalchor mit Krypta, flankiert von nördlicher, zweigeschossiger Ulrichs- und südlicher Annakapelle, entstand im Stil oberrheinischer Bettelordenskirchen. Das flachgedeckte Innere ist mit kämpferlosen, schlanken Rundpfeilern ausgestattet. Der Chor ist netzgewölbt.

Die Malereien im Innern der Kirche entstanden im Chor um 1370, an den Pfeilern des Langhauses ab 1400 und im Obergaden ab 1440. Die nördliche Chorkapelle fügte man um 1490 an, die südliche erst 1701. Um diese Zeit wurde die Kirche barock verändert.

Nachdem zunächst der Kirchturm und die Glocken instandgesetzt wurden, begann in diesem Jahr die Innensanierung der Kirche.

St. Moriz gehört damit zu den über 250 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Baden-Württemberg fördern konnte.