13.07.2017 – Thüringen

DSD fördert erneut die Gregoriuskirche in Alkersleben

St. Gregorius in Alkersleben © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Gehrmann

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St. Gregorius in Alkersleben © Marie-Luise Preiss/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

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St. Gregorius in Alkersleben © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Gehrmann

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St. Gregorius in Alkersleben © Marie-Luise Preiss/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

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St. Gregorius in Alkersleben, bemalte Holztonne © Marie-Luise Preiss/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

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Aufgeputzt

Für die Restaurierung der Nord- und Südfassade der Dorfkirche St. Gregorius in Alkersleben im Ilm-Kreis stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in diesem Jahr nicht zuletzt dank der Mittel der treuhänderischen Liselotte-Lies-und-Otto-Roosen-Stiftung in der DSD sowie einer zweckgebundenen Spende der Firma Symphasis 50.000 Euro zur Verfügung. Am Sonntag, den 16. Juli 2017 im Anschluss an den Gottesdienst um 9.00 Uhr überbringt Barbara Schönfelder, Ortskuratorin Weimar der DSD, den symbolischen Fördervertrag an Pfarrer Michael Göring. Bereits im vergangenen Jahr unterstützte die DSD die Mauerwerkssicherung am Westgiebel und an der Nordfassade der Gregoriuskirche mit 30.000 Euro. Die Alkerslebener Dorfkirche ist eines von 450 Denkmalen, die die private Denkmalstiftung dank Spenden, Mittel ihrer Treuhandstiftungen und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Thüringen fördern konnte.

Inmitten eines von einer Mauer umgebenen Friedhofes steht die aus Naturstein errichtete und im Kern romanische Saalkirche, die im 15., 17. und 18. Jahrhundert umgebaut wurde. Der langgestreckte Bau schließt mit einem dreiseitigen Chor ab. Im Nordosten erhebt sich im Winkel zwischen Chor und Schiff ein quadratischer Turm mit verschieferter Schweifhaube und Laterne. An der nördlichen Traufseite führt eine Außentreppe zu den Emporen. Die Erschließung erfolgt am verputzen Westgiebel durch ein mehrfach profiliertes Spitzbogenportal. Darüber ist ein schmales Rundbogenfenster in die Wand eingelassen. Von Natursteingewänden gerahmte Hochrechteckfenster belichten den Saal.

Der Innenraum hat die Gestaltung der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts bewahrt. Das Schiff wird von einer gewölbten Holztonne mit Malereien aus der Zeit um 1701 überspannt. Umlaufende zweigeschossige Emporen, Brüstungsfelder mit biblischen Sprüchen und Szenen aus dem Leben Jesu, eine Patronatsloge, ein Sakramentshäuschen und ein Flügelaltar prägen den Raum. Über dem Hauptaltar im Chor thronen Christus und Gott Vater als Weltenrichter.

Der Außenputz war bis vor kurzem großflächig abgeplatzt, die Fenster undicht und die Gewände geschädigt. Nun soll die Mauerwerkssanierung, Vernadelungsarbeiten, die Sanierung der Natursteingewände und -eckquaderungen sowie des Sockels neben Außenputz- und Malerarbeiten der Kirche wieder ein angemessenes Äußeres verschaffen.

Die Liselotte-Lies-und-Otto-Roosen-Stiftung gehört zu den über 230 Stiftungen, die die DSD unter ihr Dach aufgenommen hat. Die auf Dauer angelegte Unterstützung der Treuhandstiftungen hat sich in Anbetracht knapper öffentlicher Kassen zu einem wichtigen Förderinstrument entwickelt, das nicht mehr aus der deutschen Denkmallandschaft wegzudenken ist.

Zustiftungen und Spenden werden erbeten unter

DSD Liselotte Lies und Otto Roosen-Stiftung
IBAN: DE78505700240065850000 * BIC: DEUTDEDB505