07.05.2019 – Hamburg

DSD-Fördervertrag für St. Pankratius in Hamburg-Ochsenwerder

Drei durch Gesimse getrennte Stockwerke

Bei einem Pressetermin vor Ort am Freitag, den 10. Mai 2019 um 11.30 Uhr überbringt Jan Diekmann vom Ortskuratorium Hamburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank einer Nachlass­spende einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 10.000 Euro für die Restaurierung der Turmdecken in der St. Pankratiuskirche in Hamburg-Ochsenwerder im Beisein von Elena Blankenburg von Lotto Hamburg an Werner Sannmann von der Kirchengemeinde Ochsen­werder. St. Pankratius ist eines der über 40 Bauwerke, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Hamburg gefördert hat.

Die Pankratiuskirche befindet sich südöstlich der Hamburger Innenstadt in den Marschlanden zwischen Elbe und Dove-Elbe im ländlich geprägten Ochsenwerder, umgeben von einem baumbestandenen Friedhof. 1254 erstmals urkundlich erwähnt, wurde der heutige Bau 1673/1674 errichtet. 35 Jahre später schuf der Orgelbauer Arp Schnitger das barocke Instrument auf der Westempore. Von 1739 bis 1741 ersetzte man den hölzernen Glockenturm durch den heutigen Ziegelbau und erneuerte gleichzeitig den Westgiebel. Zu letzten Veränderungen kam es 1892 sowie 1910/1911 bei durchgreifenden Renovierungsarbeiten.

Bei St. Pankratius handelt es sich um einen Backsteinsaal mit fünfseitigem Ostschluss und mächtigem Mansarddach. Ecklisenen und Segmentbogenfenster gliedern die Backsteinfassaden. Der Westturm auf quadratischem Grundriss umfasst drei durch Gesimse getrennte Stockwerke. Eine spitze, kupfergedeckte barocke Haube mit Laterne und Wetterfahne bekrönt den Turm.

Das Innere belichten Rundbogenfenster zwischen den Strebepfeilern. Eine verbretterte Tonne deckt den Raum. Dominant sind die L-förmige Empore und das farbig gefasste Gestühl. Während im Westen die Arp-Schnitger-Orgel mit ihrem prächtigen Prospekt den Blick auf sich zieht, leiten im Osten die Kanzel und der 1632/1633 von Hein Baxmann geschnitzte Altar den Blick.