29.06.2020 – Mecklenburg-Vorpommern

Erneute DSD-Förderung für die Dorfkirche in Ivenack

Dorfkirche in Ivenack © Marie-Luise Preiss/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

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Dorfkirche in Ivenack © Marie-Luise Preiss/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

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Innenraum der Dorfkirche in Ivenack © Marie-Luise Preiss/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

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Kanzelrestaurierung durch Treuhandstiftung

Dank ihrer treuhänderischen Helmut und Eva Blümener-Stiftung stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) für die Kanzelrestaurierung in der Dorfkirche in Ivenack 13.500 Euro zur Verfügung. Auf diese Weise leistet die DSD ihren Beitrag zur Planungssicherheit für die Bauherren, ihre Architekten und hochqualifizierten Handwerksbetriebe, um diese wichtigen Arbeitsplätze erhalten zu helfen. Die Ivenacker Dorfkirche gehört seit 1996 zu den über 550 Objekten, die die DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Mecklenburg-Vorpommern fördern konnte.

Die heutige Dorfkirche von Ivenack mit ihrer malerischen Lage am See des Schlossparks geht auf die ehemalige Kirche eines Zisterzienserinnenklosters zurück, das 1252 in Ivenack gegründet wurde. Das Kloster wurde Mitte des 16. Jahrhunderts säkularisiert und kam in Besitz der mecklenburgischen Herzöge. Im Dreißigjährigen Krieg wurden Klosterbauten, Kirche und Herrensitz zerstört. Nach weiteren Verpachtungen kam das Gut 1709 durch Gütertausch an Ernst Christoph von Koppelow, der das Schloss und die dazugehörige Kirche in Ivenack wiederaufbauen ließ. Von einer späteren Restaurierung in der Mitte des Jahrhunderts zeugt ein alter Wetterhahn. 1867/1868 erhielt die Kirche ihre heutige Gestalt.

Der heutige verputzte saalartige Kirchenbau aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts birgt Teile des gotischen Vorgängerbaus in sich. Darauf verweisen der vieleckig geschlossene Chor, die Strebepfeiler, das Sterngewölbe und das Spitzbogenportal in der nördlichen Vorhalle. Die Kirche bildet gemeinsam mit der nahegelegenen Schlossanlage, der Orangerie und dem Schlosspark ein bedeutendes Denkmalensemble. Durch die landschaftlich reizvolle Lage am See genießt sie eine hohe touristische Aufmerksamkeit.

Der Westturm tritt risalitartig aus der Westfassade hervor und wirkt eher als ein Dachreiter. Die Turmfassade gliedern Pilaster mit korinthischen Kapitellen und Ziergiebeln. Das tief gelegene Eingangsportal ist reich profiliert. Im Inneren begegnet dem Besucher eine reiche und qualitätvolle Ausstattung, zu der die Orgel, Emporen, eine verglaste Patronatsloge, die Kanzel, das Gestühl und mehrere Epitaphien gehören.

Die treuhänderische Stiftung in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz widmet sich der Instandsetzung der Innenausstattung. Von 1996 bis 2006 hat die DSD zuvor die Sanierung des Daches, der Putzfassade und der Fenster sowie die Restaurierung der Ausmalungen im Innenraum unterstützt.