08.04.2019 – Niedersachsen

Fachwerkhaus Gartenstraße in Uelzen wird DSD-Projekt

Repräsentativer Fachwerkbau des 19. Jahrhunderts

Am Mittwoch, den 10. April 2019 um 11.00 Uhr überbringt bei einem Pressetermin vor Ort Professor Paul Georg Lankisch, Ortskurator Lüneburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), im Beisein von Dr. Johannes Barner, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Sanatorium Dr. Barner, und Ute Schnabel von Lotto Niedersachsen dank der Lotterie GlücksSpirale einen symbolischen Fördervertrag über 60.000 Euro für die Restaurierung von Türen und Fenstern des denkmalgeschützten Fachwerkhauses Gartenstraße 7 in Uelzen an Daniela Lorenz, Kuratorin der Stiftung Sanatorium Dr. Barner. Das denkmalgeschützte Anwesen gehört zu den über 400 Projekten, die die private DSD dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Niedersachsen fördern konnte.

Das Wohnhaus befindet sich westlich der historischen Altstadt in einem im 19. Jahrhundert entstandenen Erweiterungsgebiet der Hansestadt Uelzen unweit des Bahnhofs. Der Ökonom Grotkass ließ sich das Wohn- und Geschäftshaus mit einem Comptoir im Erdgeschoss 1888 von dem Maurermeister Schulze bauen. Bereits vier Jahre später wechselte das Eigentum auf den Weinhändler Nahnsen, der einen Pferdestall anbauen ließ, der wiederum 1935 zur Autogarage umgenutzt wurde. Seit 2011 gehört das Denkmal der gemeinnützigen Stiftung Sanatorium Barner, die es wieder als Wohn- und Geschäftshaus nutzt.

Der zweistöckige Fachwerkbau auf rechteckigem Grundriss ist mit Ziegelsteinen ausgefacht. Über einem hohen Backsteinsockel erheben sich die beiden hohen Stockwerke, das obere kragt hervor. Ein pfannengedecktes Walmdach deckt den stattlichen Bau. Hochrechteckige Galgenfenster, die nach außen öffnen, gliedern die streng symmetrische Hauptfassade in sechs zu Paaren zusammengefassten Achsen. Begehbar ist der Bau durch eine seitliche Tür an der nördlichen Schmalseite, zu der eine Sandsteintreppe mit schmiedeeisernem Geländer führt. An der Rückseite des Hauptbaukörpers ist ein von der Straße nicht sichtbarer, eingezogener Bauteil mit Giebel angeschlossen, an den nachträglich die Garage angebaut wurde.