28.01.2021 – Nordrhein-Westfalen

Fenster und Türen am Lehrerhaus in Dingden werden restauriert

Lehrerhaus in Hamminkeln-Dingden © LVR-Amt für Denkmalpflege, Vanessa Lange

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Dorfbildprägendes Ensemble wird „BauKulturStelle“

Um sieben Blockrahmen und drei Blockrahmenfenster im Erdgeschoss des Lehrerhauses in Hamminkeln-Dingden sowie dessen Scheunen- und Heubodentor zu restaurieren, stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Lotterie GlücksSpirale 50.000 Euro zur Verfügung. Das barocke Gebäude gehört somit zu den über 500 Projekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

Das Lehrerhaus ist ein im Kern barockes Gebäude im Ortskern von Dingden. Gemeinsam mit dem benachbarten Eckhaus bildet das Wohn- und Stallhaus ein das Dorfbild prägendes Ensemble. Nach der Wiederherstellung will der Verein zur Förderung der Dorfentwicklung Dingden e.V. beide Gebäude als "BauKulturStelle" öffentlich nutzen.

Das barocke Wohnstallhaus hat drei Bauphasen erlebt. Der Kernbau wurde Mitte des 17. Jahrhunderts als stattliches dreischiffiges Hallenhaus mit erhöhtem Mittelschiff und zwei niedrigeren Abseiten errichtet. Ein halbes Jahrhundert später wurde der Bau zum T-Haus erweitert. Unter Einbeziehung des Hallenhauses entstand ein traufständiger Backstein-Neubau, ein Wohnstallhaus, das über die Tordurchfahrt erschlossen wird. 1914 verband man das Wohnstallhaus mit dem Eckhaus und ersetzte einen Teil des Hallenhauses durch einen neu gebauten zweigeschossigen Verbindungstrakt.

Das Wohnstallhaus diente früher als Lehrerwohnung. Im Kern stammt der zweigeschossige Backsteinbau aus dem Jahr 1797. Den langgestreckten Bau prägen im Erdgeschoss vier Fensterachsen und die zweiflügelige, korbbogige Durchfahrt, an die sich der einstige Stallteil anschließt. Das Obergeschoss zeigt drei Fensterachsen und eine hochrechteckige Ladeöffnung über der Durchfahrt. An die rückwärtige Traufe sind mehrere eingeschossige Backsteinbauten angefügt. Im Inneren haben sich prägende Bauteile aus dem 18. Jahrhundert wie der zentrale Herdraum mit Kamin sowie die hölzerne Treppe mit reliefierten Brettbalustern erhalten.