11.09.2020 – Sachsen

Festgottesdienst in der Dorfkirche in Klingenberg-Höckendorf

Dorfkirche in Klingenberg-Höckendorf, Empore mit Szenen aus dem neuen Testament © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schalinski

Download

Dorfkirche in Klingenberg-Höckendorf © Michael Heinemann, Klingenberg-Höckendorf

Download

Innenraum der Dorfkirche in Klingenberg-Höckendorf © Michael Heinemann, Klingenberg-Höckendorf

Download

Innenraum der Dorfkirche in Klingenberg-Höckendorf © Michael Heinemann, Klingenberg-Höckendorf

Download

Bischof, Führungen und ein Kammerkonzert

Am Tag des offenen Denkmals, Sonntag, den 13. September 2020 um 10.00 Uhr feiert die Gemeinde der Dorfkirche Höckendorf in Klingenberg mit allen an der Innensanierung der vergangenen Monate Beteiligten und Unterstützern einen feierlichen Gottesdienst, bei dem Landesbischof Tobias Bilz die Festpredigt hält. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligte sich mit 20.000 Euro an den Restaurierungsmaßnahmen. Ab 12.00 Uhr finden halbstündig Führungen statt, bevor um 14.00 Uhr das Ensemble Cordamoris zu einem Kammerkonzert mit Cembalo, Violine, Gambe, Flöte und Gesang aufspielt.

Höckendorf liegt im Landkreis Sächsische Schweiz Osterzgebirge. Das Bauwerk am Rand des Dorfkerns ist eine Saalkirche in weiß verputztem Quadermauerwerk. Sie besitzt nach Osten einen leicht eingezogenen Chor mit Strebepfeilern. An das Langhaus sind einige Anbauten angefügt. Der dreigeschossige Westturm auf quadratischem Grundriss ist im oberen Drittel mit Schiefer verkleidet und schließt wie die restliche Kirche mit einem Satteldach. Das Langhaus stammt aus dem 12. Jahrhundert. Der Chor wurde im späten 15. Jahrhundert errichtet. Die Rechteckfenster wurden im 18./19. Jahrhundert eingebaut.

Den Innenraum der Saalkirche schließt eine Holzkassettendecke. Der Saal ist durch einen großen Bogen vom Chor getrennt. Letzterer weist ein Kreuzrippengewölbe mit einfach gekehlten Rippen und einer reichen vegetabilen Bemalung auf. Im Chor befindet sich ein mächtiger Flügelaltar eines Freiberger Meisters um 1515. Im gesamten Inneren sind die Emporen raumbestimmend. Während sich diese an der Südseite eingeschossig darstellen, bilden sie an der nördlichen Wand zwei Ebenen aus. Die untere Empore dieser Nordseite ist mit sechs Bildern aus dem neuen Testament bemalt. An der Westwand befindet sich eine Orgelempore.

Zahlreiche Restaurierungen und Umbauten über die Jahrhunderte hinweg haben einen vielfältig gestalteten, sakralen Raum ausgestaltet. Heute prägen insbesondere die Jugendstil-Ausmalungen aus dem Jahr 1907 das Kircheninnere.