04.09.2015 – Presse , Brandenburg , Tag des offenen Denkmals

Festsäle im Schloss Altdöbern werden eröffnet

Eine Besichtigung wert

Kurzfassung: Am 11. September 2015 um 11.00 Uhr werden die restaurierten Festsäle in Schloss Altdöbern feierlich eröffnet. Professor Dr. Michael Krautzberger, Aufsichtsratsvorsitzender der gemeinnützigen Brandenburgischen Schlösser GmbhH (BSG), einer Tochter der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), begrüßt die Gäste, Grußworte sprechen Professor Dr. Dr.-Ing. Sabine Kunst, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, und Detlef Höhl, Amtsdirektor des Landkreises Oberspreewald-Lausitz. Vor dem Rundgang und der Besichtigung der Räume erläutert Architekt Olaf Gibbins die vorausgegangenen Arbeiten. Dr. Wolfgang Illert, DSD-Vorstand und Geschäftsführer der BSG, spricht zum Abschluss der Feierstunde. Schloss Altdöbern ist eines von 15 Schlössern und Herrenhäusern, die die Brandenburgische Schlösser GmbH als Tochter der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in den letzten 22 Jahren gesichert und saniert hat.

Langfassung: Am Freitag, dem 11. September 2015 um 11.00 Uhr werden die restaurierten Festsäle in Schloss Altdöbern feierlich eröffnet. Professor Dr. Michael Krautzberger, Aufsichtsratsvorsitzender der gemeinnützigen Brandenburgischen Schlösser GmbH (BSG), einer Tochter der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), begrüßt die Gäste, Grußworte sprechen Professor Dr. Dr.-Ing. Sabine Kunst, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, und Detlef Höhl, Amtsdirektor des Landkreises Oberspreewald-Lausitz. Vor dem Rundgang und der Besichtigung der Räume erläutern Architekt Olaf Gibbins und Dr. Wolfgang Illert, DSD-Vorstand und Geschäftsführer der BSG, die vorausgegangenen Arbeiten. Für den musikalischen Rahmen sorgen der Gitarrist Michael Riemer und der Violinist Sebastian Caspar.

Schloss und Park Altdöbern zählen zu den bedeutendsten Kulturdenkmalen im südlichen Brandenburg und entwickeln sich wieder zu einem wesentlichen Standort im Bereich des Lausitzer Seelandes. Seit 2010 konnten 15 Räume des Schlosses fertiggestellt werden. Neben den Festsälen im Südflügel des Hauptgebäudes auch das Foyer, die Treppenhäuser im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss und der überbaute Innenhof als zweigeschossiger Wintergarten. Dazu gehören die entsprechenden Fassaden, Terrassen und Zugänge zum Hauptgebäude. Die Baukosten beliefen sich in dieser Zeit auf rund 5 Millionen Euro.

Konkret wurde das Bauwerk statisch ertüchtigt und zahlreiche Risse saniert. Die Stein- und Holzfußböden wurden restauriert, ergänzt oder erneuert, ebenso die geputzten Wandoberflächen, einschließlich der Türen und Fenster. In den Prunkräumen im Erd- und ersten Obergeschoss wurden die bedeutenden Rokoko-Wandmalereien und -Stuckaturen sowie die Boiserien mit ihren teilweise vergoldeten Schnitzereien, Spiegeln und integrierten Gemälden restauriert. Die Kunstwerke stammen größtenteils von sächsischen Hofkünstlern des 18. Jahrhunderts. Wiederaufgestellt bzw. neu hergestellt hat man schließlich auch die Kaminumrahmungen. Neben zahlreichen, meist aus der Region stammenden Baufirmen und mehreren Restauratorenteams haben die Künstler Günter Schreiber und Kerstin Heymann ihre Beiträge zur Vollendung der nun wieder sehr präsentablen Räume geleistet.

Im Zuge der Teilfertigstellung von Schloss Altdöbern wurden auch im angrenzenden Parkbereich weitreichende Maßnahmen durchgeführt, darunter als wichtigste Maßnahme die denkmalgerechte Wiederherstellung des Wegesystems im Übergang zum Pleasure Ground. Die umfangreichen Pflanzmaßnahmen wurden durch die Internationale Jugendbauhütte Gartendenkmalpflege der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ausgeführt, deren Haupteinsatzstelle der Schlosspark von Altdöbern ist. Die Pflege des sanierten Herzstücks des Parks obliegt künftig den Mitarbeitern der BSG, der Jugendbauhütte sowie dem Bauhof der Gemeinde Altdöbern.

Schloss Altdöbern ist eines von 15 Schlössern und Herrenhäusern, die die BSG als Tochter der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in den letzten 22 Jahren dank zahlreicher Spenden und Förderprogramme sichern und sanieren konnte. Die Bauwerke prägen neben den Preußischen Königsschlössern baugeschichtlich und künstlerisch die Landschaften Brandenburgs.

Zum Tag des offenen Denkmals am Samstag, dem 12. September 2015 und Sonntag, dem 13. September 2015 können Schloss und Park von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr besichtigt werden. Zugänglich sind erstmals die restaurierten Prunkräume im Erd- und ersten Obergeschoss mit den bedeutenden Wandmalereien, Stuckaturen und Boiserien sächsischer Hofkünstler des 18. Jahrhunderts. Im Park sind die wiederhergestellten Bereiche um das Schloss bis zum Salzteich zu sehen.