08.09.2015 – Presse , Hamburg

Florian Sonnleitner spielt in der Christianskirche für den Denkmalschutz

Ein Bayer in Hamburg

Am Dienstag, den 15. September 2015 um 19.30 Uhr lädt das Ortskuratorium Hamburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) zu einem Benefizkonzert mit Florian Sonnleitner, dem Ersten Konzertmeister im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, in die Christianskirche am Klopstockplatz in Hamburg-Ottensen ein. Der Violinist spielt Werke von Heinrich Ignaz Franz von Biber, Georg Philipp Telemann, Johann Paul Westhoff und Johann Sebastian Bach. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, um eine Spende für die Förderprojekte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in und um Hamburg wird gebeten.

Florian Sonnleitner © Deutsche Stiftung Denkmalschutz

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Zu den 32 Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Hamburg gehört auch die Christianskirche, die von 1735 bis 1738 errichtet wurde. Das Gotteshaus ersetzte einen baufällig gewordenen Vorgänger aus dem 16. Jahrhundert. Ein Teil des Daches und des Innenraums fiel dem letzten Krieg zum Opfer. Die Kirche wurde bis 1952 wiederhergestellt.

Die Christianskirche steht auf einem Kirchhof, der 1952 in eine Grünanlage umgewandelt wurde. Einige wertvolle klassizistische Grabmäler blieben erhalten. Weil Gottlieb Klopstock und seine beiden Ehefrauen auf dem Friedhof bestattet sind, heißt die Barockkirche im Volksmund auch Klopstockkirche, obwohl ihr Namenspatron König Christian Vl. von Dänemark als Urheber des Neubaus ist.

Der backsteinerne Saalbau endet mit einem fünfseitigem Ostschluss. Der einbezogene, quadratische Westturm tritt außen in Form eines angedeuteten Mittelrisalits hervor. Die schlichte Außengliederung erfolgt durch pilasterartige Wandvorlagen und große Rundbogenfenster. Die Kirche wird von einem mächtigen ziegelgedeckten Mansarddach überdeckt. Ein Muldengewölbe überspannt den Kirchenraum mit umlaufender Voute. Zur reichen Ausstattung gehören der hölzerne Kanzelaltar aus der Bauzeit der Kirche, die zierliche Kanzel, das Altarbild, eine gotländische Taufkuppe aus dem 13. Jahrhundert, ein hölzerner Taufengel von 1739 und der Orgelprospekt von 1744. Im Kirchturm bilden 42 Glocken das älteste Carillon Deutschlands.

Große Risse durchschneiden außen und innen das Mauerwerk in seiner gesamten Stärke. Sie führen zum Wassereintrag. Da die Dachanschlüsse wegen der Setzungen des Turmes abgerissen sind, dringt auch hier Feuchtigkeit ein. Folge sind Frostsprengungen und Mauerwerkzermürbungen, die dringend beseitigt werden müssen.