23.10.2018 – Mecklenburg-Vorpommern

Fördervertrag für St. Marien in Barth

St. Marien in Barth © Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

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Kirche, Markt und Yachthafen

Am Freitag, den 26. Oktober 2018 um 10.00 Uhr überbringt Marlies Möll-Küthe vom Ortskuratorium Stralsund der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) bei einem Pressetermin vor Ort dank einer zweckgebundenen Spende einen Fördervertrag über 120.000 Euro für die Innensanierung der St. Marienkirche in Barth an Pastor Stefan Fricke.

Die Maßnahme beinhaltet die Sicherung der Gewölbe und Umfassungswände, die Innenrenovierung und die Trockenlegung. Damit sollen die Risse im Gewölbe und den Umfassungswänden, Schadstellen im Putz, insbesondere im Bereich der Fenstergewände sowie Fehlstellen in der Ausmalung der Wand- und Gewölbeflächen beseitigt werden. Die Marienkirche in Barth ist eines der über 530 Projekte, die die DSD dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Mecklenburg-Vorpommern fördern konnte.

Die unmittelbar in Marktnähe auf eigenem Areal liegende Marienkirche dominiert das Stadtbild von Barth nachhaltig. Den Innenraum gestaltete man auf Veranlassung König Friedrich Wilhelms IV. in den Jahren 1857 bis 1863 im Stil der Neogotik und im Sinne von Romantik und  Pietismus umfassend neu. Dazu wählte der Schinkelschüler Friedrich August Stüler (1800-1865) auch andere Materialien als zuvor.

Zu den herausragenden mittelalterlichen Ausstattungsstücken gehört die Tauffünte, ein Rotguss aus der Zeit nach 1360. Sie ist die einzige erhaltene Bronzetaufe Vorpommerns. In der nördlichen Turmseitenhalle befindet sich die kirchengeschichtliche Sammlung, zu der die wertvolle rund 4.000-bändige Kirchenbibliothek gehört.

Die Kirche zählt mit ihren Ausmaßen und der Ausstattung zu den bedeutenderen Gotteshäusern in Mecklenburg-Vorpommern. Die Erhaltung wird von einem kleinen Kirchenbauverein unterstützt.

Barth besitzt einen attraktiven maritimen Charakter mit Yachthafen und Meeresanbindung. Das Viertel um die Kirche, zu dem auch der von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz geförderte Papenhof zählt, erfährt derzeit einen stadtplanerisch aktiven Anschluss an die Stadtmitte und den Marktplatz.