18.05.2021 – Jugend , Nordrhein-Westfalen

Freiwillig für den Denkmalschutz

Jugendbauhütte Rheinland der DSD feiert mit den ijgd ihr 20-jähriges Bestehen digital

Kurzfassung: Am Freitag, den 21. Mai 2021 um 14.00 Uhr beginnt die Jubiläums-Zoom-Konferenz zum 20-jährigen Bestehen der Jugendbauhütte NRW-Rheinland – umständehalber digital, eine Anmeldung ist möglich unter fsj.denkmal.rheinland@ijgd.de. Wie in Quedlinburg vor zwei Jahren hätte es ein großes Fest werden sollen, doch auch zum digitalen Erlebnis sind alle herzlich eingeladen, die sich der zweiten Jugendbauhütte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) in Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste e.V. (ijgd) verbunden wissen. Grußworte von DSD und ijgd, Beiträge aktueller und ehemaliger „Grünhemden“ sowie interessante Einblicke in die praktische Arbeit der Jugendbauhütten sind garantiert.

Teilnehmer der Jugendbauhütte beim Einsatz © Jugendbauhütte NRW-Rheinland

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Langfassung: Wie in Quedlinburg vor zwei Jahren hätte es ein großes Fest werden sollen. Seit 20 Jahren hat Nordrhein-Westfalen eine eigene Jugendbauhütte im Rheinland, doch gefeiert wird trotzdem – nur umständehalber halt digital. Um 14.00 Uhr beginnt am Freitag, den 21. Mai 2021 die Jubiläums-Zoom-Konferenz zum 20-jährigen Bestehen der Jugendbauhütte NRW-Rheinland, an der teilzunehmen alle herzlich eingeladen sind, die sich der zweiten Jugendbauhütte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) in Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste e.V. (ijgd) verbunden wissen.

Nach der Begrüßung und der Vorstellung des Programms um 14.15 Uhr durch Jugendbauhüttenleiter Uwe Steinberger sprechen DSD-Vorstand Dr. Steffen Skudelny und Elly Bijloos, Geschäftsführerin der ijgd NRW, Grußworte. Eine erste Slideshow gibt dann erste Eindrücke von den Aktivitäten der Grünhemden, bevor sich um 16.15 Uhr eine Diskussionsrunde mit aktuellen und ehemaligen Freiwilligen anschließt. Danach folgt die Vorstellung des aktuellen Seminarprojekts und die Möglichkeit, sich in Kleingruppen miteinander auszutauschen. Nach einer weiteren Kaffeepause mit Slideshow können die Zuschauer an den PCs oder Telefonen schließlich am Holzworkshop des Holzbildhauers Carsten Dreger und an der Leseübung mit Texten des 19. Jahrhunderts von Regina Hönerlage vom Landesarchiv NRW – Abteilung Rheinland teilnehmen. Martin Nadarzinski, Promotionsvolontär am Badischen Landesmuseum in Karlsruhe, läutet den Abschluss des Nachmittags mit einer Sammlungssarbeit ein. Denn mit der Rooftop Party in gather.town ab 16.45 Uhr, mit der das digitale Ehemaligentreffen beginnt, endet die Veranstaltung.

In den letzten zwanzig Jahren erhielten über 5.000 junge Menschen durch das in den Jugendbauhütten mögliche Freiwillige Soziale Jahr in der Denkmalpflege einen theoretischen und praktischen Zugang zur Denkmalschutz-Thematik. Die DSD arbeitet dabei mit den ijgd zusammen, denen die Betriebsführung der bundesweit 16 Jugendbauhütten anvertraut ist. Insgesamt stehen jährlich deutschlandweit rund 330 Plätze zur Verfügung. Jugendliche zwischen 16 und 26 Jahren können ein Jahr lang in einer Jugendbauhütte traditionelle Handwerkstechniken erlernen, sie am Original anwenden und das Besondere, Echte und Authentische mit eigenen Händen erspüren und erfahren.

Vorbild für die Jugendbauhütten sind die mittelalterlichen Bauhütten, in denen gemeinsam gelebt und gearbeitet wurde. Hier lernte der Lehrling vom Meister am Original. In zahlreichen Einsatzstellen – den täglichen Arbeitsstätten der Teilnehmer – kommen die Jugendlichen mit unterschiedlichsten Berufsfeldern der Denkmalpflege praktisch in Kontakt. Unabhängig davon ist jeder eingeschlagene Nagel, jeder gesetzte Holzbalken und jeder ergänzte Stein ein unvergessliches Erlebnis – das stolz macht. Sechs einwöchige Seminare zu Stil- und Materialkunde, Forschungs- und Arbeitsmethoden, Grundlagen der Denkmalpflege sowie der Bedeutung des europäischen Kulturerbes ergänzen die praktische Arbeit. Von den Jugendlichen, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr in den Jugendbauhütten absolviert haben, entdecken manche ihre Begeisterung für das kulturelle Erbe und gehen in einen Beruf in der Denkmalpflege oder im traditionellen Handwerk.

Anmeldung unter fsj.denkmal.rheinland@ijgd.de. Datenschutzhinweise finden Sie hier.
Weitere Informationen unter www.denkmalschutz.de/denkmale-erleben/jugendbauhuetten.html.