25.07.2012 – Presse

Hilfe für St. Jacobi in Einbeck

Gemeinsamer Fördervertrag von KiBa und DSD für die weiteren Sanierungsmaßnahmen

Kurzfassung: Einen gemeinsamen Fördervertrag über 70.000 Euro für die anstehenden Restaurierungsarbeiten an der St. Jacobikirche in Einbeck überbringen Gerhard Eichhorn vom Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) und Thomas Begrich, Geschäftsführer der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (KiBa), am 25. Juli 2012 um 14.00 Uhr vor der Kirche an Pastor Martin Giering vom evangelisch-lutherischen Pfarramt. Die dem Apostel Jakob geweihte Stadtkirche ist eines von über 260 Projekten, die die private Bonner Denkmalschutz-Stiftung dank privater Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Niedersachsen fördern konnte, darunter befinden sich über 40 Sakralbauten. Im gesamten Bundesgebiet hat die DSD bislang über 1.700 sakrale Bauwerke, darunter 912 Dorfkirchen unterstützt. Bei der Förderung von kirchlichen Denkmalen arbeiten die DSD und die KiBa seit vielen Jahren zusammen.

Langfassung: Einen gemeinsamen Fördervertrag für die anstehenden Restaurierungsarbeiten an der St. Jacobikirche in Einbeck im Kreis Northeim überbringen Gerhard Eichhorn vom Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) und Thomas Begrich, Geschäftsführer der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (KiBa), am Mittwoch, den 25. Juli 2012 um 14.00 Uhr vor der Kirche an Pastor Martin Giering vom evangelisch-lutherischen Pfarramt St. Jacobi. Gegenstand des Fördervertrages sind die Metallbau-Klempner- und Verglasungsarbeiten. Zu der Fördersumme von 70.000 Euro steuert die DSD 50.000 Euro und die KiBa 20.000 Euro bei. Weitere enorme Hilfen erhält die Gemeinde auch von Kommune und Landeskirche.

Am Kreuzungspunkt einst wichtiger Handelsstraßen nach Lüneburg und Lübeck sowie vom Hellweg über Soest nach Goslar liegt die Stadt Einbeck. Im 11. Jahrhundert entwickelte sich aus dem Gut Einbike des Grafen Dietrich II. von Kaltenburg ein Kollegiatsstift, das im 12. Jahrhundert ein vielbesuchter Wallfahrtsort war. Durch den Bau einer Mauer im darauffolgenden Jahrhundert erhielt die Ansiedlung städtischen Charakter, 1252 wird erstmals ein Rat erwähnt.

Zahlreiche Bauwerke wurden bei Stadtbränden im 16. und 17. Jahrhundert zerstört. Doch prägen noch heute über 150 spätmittelalterliche Fachwerkhäuser das Stadtbild. Die evangelische Marktkirche St. Jacobi bildet den Abschluss des sich verbreiternden Straßenmarktes im Westen. Der 65 Meter hohe Turm wurde 1500 vollendet und bereits 1540 erneuert. Das Kirchenschiff ist unter einem Satteldach als Pseudobasilika ausgebildet. Im Kern stammt es aus dem 13. Jahrhundert, die Seitenschiffe hat man allerdings im 14. und 15. Jahrhundert umgestaltet. Besonders erwähnenswert sind der Tafelaltar aus dem 14. Jahrhundert, verschiedene Epitaphien und Figuren aus dem 14. bis 18. Jahrhundert und die beiden Sonnenuhren von 1603 und 1790 sowie die Kanzel von 1637.

Die Fassadensanierung läuft zurzeit nach Plan. Neben dem Austausch vieler Steine wird auch das vorgemauerte Tympanon wieder in der rückwärtigen Wand verankert. Ein Wartungsplan wird in Zukunft helfen, etwaige Schäden früher zu erkennen und sie damit effektiver beheben zu können.

St. Jacobi ist eines von über 260 Projekten, die die private Denkmalschutz-Stiftung mit Sitz in Bonn dank privater Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Niedersachsen fördern konnte, darunter befinden sich über 40 Sakralbauten. Im gesamten Bundesgebiet hat die DSD bislang über 1.700 sakrale Bauwerke, darunter 912 Dorfkirchen unterstützt.