22.05.2020 – Baden-Württemberg

Hilfe für St. Martin in Langenbrettach

Die Martinskirche in Langenbrettach Ehemalige Synagoge Schupbach © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wegner

Download

Die Martinskirche in Langenbrettach Ehemalige Synagoge Schupbach © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wegner

Download

Das Innere der Martinskirche in Langenbrettach Ehemalige Synagoge Schupbach © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wegner

Download

Die Turmuntergeschosse sind romanisch

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt im Rahmen der Instandsetzung des Turms an der St. Martinkirche in Langenbrettach Langenbeutingen die Zimmererarbeiten mit 70.000 Euro. Sie leistet auf diese Weise ihren Beitrag zur Planungssicherheit für die Bauherren, ihre Architekten und hochqualifizierten Handwerksbetriebe, um diese wichtigen Arbeitsplätze erhalten zu helfen. Möglich wurde die Förderung durch zahlreiche Spenden und die Erträge der Lotterie GlücksSpirale. Die Martinskirche gehört zu den über 360 Objekten, die die DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

Die evangelische Pfarrkirche St. Martin steht direkt im Zentrum von Langenbeutingen. Von der ursprünglich romanischen Chorturmkirche haben sich die Untergeschosse des Turms erhalten, die der hohenlohische Baumeister Georg Kern übernahm, als er das Gotteshaus zu Beginn des 17. Jahrhunderts in Renaissanceformen neu- bzw. umbaute. Im 18. Jahrhundert erhöhte man den Turm durch ein Fachwerkgeschoss und deckte ihn mit einem Pyramidendach. Heute ist der Turm der Chorturmkirche fünfgeschossig.

Das Kircheninnere wurde im 19. Jahrhundert verändert. Den Rechtecksaal prägen die West- und Ostemporen. Auch blieben Wandmalereien aus der Renaissance erhalten. Über dem flachgedeckten Kirchenschiff hatte man im Obergeschoss einen Getreidespeicher eingerichtet.

Die Kirchengemeinde möchte in diesem Jahr den Kirchturm instandsetzen. Ihn schädigte eindringende Feuchtigkeit insbesondere in der Dachkonstruktion und im Fachwerkobergeschoss. Zugleich soll die desolate Verschieferung am Dach und am Fachwerkaufsatz erneuert werden. Wegen einer starken Schalenbildung im Mauerwerk sind auch Fassadenarbeiten unumgänglich.