23.08.2011 – Presse , Tag des offenen Denkmals , Rheinland-Pfalz

Historischer Wohnturm am Tag des offenen Denkmals offen

Der Frankenturm: ein Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Kurzfassung: Am Tag des offenen Denkmals wird der Frankenturm in der Trierer Dietrichstraße 5 und 6 zu besichtigen sein. Der Wohnturm zählt zu den über 30 geöffneten Denkmalen und Aktionen, die am 11. September 2011 Besucher zur bundesweiten Eröffnung in die alte Römerstadt locken. Prominentester Gast ist dabei Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz. Der romanische Frankenturm ist ein eindrucksvolles bewohnbares Turmhaus, das jedoch heute nur noch für Veranstaltungen genutzt wird. Er gehört auch zu den über 110 Projekten, die die 1985 gegründete Bonner Denkmalschutz-Stiftung dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Rheinland-Pfalz fördern konnte. Mit der bundesweiten Koordination des Tags des offenen Denkmals begleitet die Stiftung die wohl größte Kulturveranstaltung in Deutschland.

Langfassung: Am Tag des offenen Denkmals, dem 11. September 2011, wird auch der Frankenturm in der Dietrichstraße 5 und 6 als besterhaltenes Beispiel eines bewohnbaren Turmhauses in Trier seine Tore öffnen. Der romanische Wohnturm zählt zu den über 30 geöffneten Denkmalen und Aktionen, die Besucher von nah und fern am Denkmalsonntag in die alte Römerstadt locken. Als prominentester Gast wird Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, erwartet, die den Tag offiziell eröffnet.

Der nach seinem Bewohner im 14. Jahrhundert, Franco von Senheim, benannte Frankenturm, in der Nähe des Hauptmarktes gelegen, ist ein burgartiges Turmhaus aus der Zeit um 1100. Über einem rechteckigen Grundriss besteht der Bau aus zwei niedrigen Untergeschossen. Die fehlende Hälfte des zweiten Obergeschosses und der obere Abschluss mit Zinnenkranz wurden 1938 ergänzt. Das Mauerwerk aus kleinen Kalksteinquadern mit Ziegeldurchschuss über einem Quadersockel imitiert die römischen Bauten und wird von Schlitzfenstern durchbrochen.

Durch die von der Trier Gesellschaft - Gesellschaft zur Erhaltung Trierer Kulturdenkmale - im Auftrage der Stadt vor wenigen Jahren übernommene Restaurierung konnte nicht nur langfristig die Substanz des Denkmals gesichert, sondern das jahrzehntelang leerstehende Gebäude auch wieder öffentlich zugänglich und für kleinere Veranstaltungen genutzt werden. Der Frankenturm stand von 1914 bis 2006 leer. Zahlreiche Versuche, ihn einer Nutzung zuzuführen, schlugen fehl. Die Stadt war sich als Eigentümerin dennoch stets der Bedeutung des romanischen Frankenturms bewusst und unterhielt das Gebäude, doch erst mit der Übergabe des Bauwerks in die Obhut der Trier Gesellschaft im Jahr 2005 wurden die Planungen konkret. Pünktlich zum 25-jährigen Bestehen der Gesellschaft konnte der Turm schließlich der Öffentlichkeit übergeben werden. Seit ihrer Gründung 1982 hat die Trier Gesellschaft mit ihren rund 270 Mitgliedern über 80 Einzelmaßnahmen in Trier unterstützt. Der Frankenturm war ihr bis dato größtes Projekt, für das sie mit dem ersten Sparkassen-Denkmalpreis Rheinland-Pfalz gewürdigt wurde.

Der Frankenturm ist auch eines von über 110 Projekten, die die Bonner Denkmalschutz-Stiftung dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Rheinland-Pfalz fördern konnte. Zu den Trierer Projekten zählen auch der Balduinsbrunnen, Schloss Monaise und St. Matthias. Mit der bundesweiten Koordination des Tags des offenen Denkmals begleitet die Stiftung die wohl größte Kulturveranstaltung in Deutschland und wirbt für den Gedanken des Denkmalschutzes. Die private Bonner Stiftung feierte im vergangenen Jahr ihr 25-jähriges Bestehen.

Bonn, den 23. August 2011/Schi