09.07.2019 – Bayern

Historisches Anwesen Kolb in Gutenstetten wird eingeweiht

Haus Kolb in Gutenstetten noch vor der Restaurierung © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe

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Haus Kolb in Gutenstetten noch vor der Restaurierung © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe

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Haus Kolb in Gutenstetten noch vor der Restaurierung, Fliesenboden © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe

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Anschließend Kirchweih-Empfang der Gemeinde

Gerhard Eichner, Erster Bürgermeister der Gemeinde Gutenstetten, lädt am Donnerstag, den 11. Juli 2019 um 17.00 Uhr in das historische Anwesen „Kolb“ ein, das in den vergangenen drei Jahren auch mit Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) vor dem Verfall gerettet werden konnte. Die DSD stellte für die Wiederherstellung des denkmalgeschützten Bauernhauses an der Hauptstraße 22 in Guten-stetten im Landkreis Neustadt an der Aisch 50.000 Euro zur Verfügung.

Mit der Einweihung verbunden ist die Übergabe des Hauses an seine künftige Bestimmung. Das historische Bauwerk wird museal genutzt. Das Gutenstetter Bauernhaus gehört zu den über 420 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

Bei dem Denkmal handelt es sich um das älteste bekannte Profangebäude Gutenstettens. Zusammen mit der gegenüberliegenden historischen Scheune und einem weiteren Baudenkmal bilden die Häuser eine reizvolle historisch-städtebauliche Ensemblesituation im Ortszentrum an der Brücke über die Steinach.

Das Bauernhaus mit dem steilen Dach entstand um 1680. Der Wohnteil wurde in Fachwerk ausgeführt, ein später hinzukommender Bauteil wurde "versteinert". Der Nordgiebel mit dem vorragenden Fensterband ist ebenfalls eine Fachwerkkonstruktion. Zur Straße hin ist die Fassade des Hauses im Bereich der oberen Stube zweigeschossig, ansonsten eingeschossig. Der Wohnteil des Bauernhauses ist in der Struktur der Bauzeit weitgehend unverändert erhalten. Im Erdgeschoss befindet sich neben dem Hausgang die Küche, zum Giebel hin liegen Stube und Kammer. Das Obergeschoss hat dieselben Wandstellungen wie das Erdgeschoss. In den Baudetails – also den Fenstern, Türen, Zementfliesen und dem Kachelofen – prägt insbesondere die letzte Modernisierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Haus.

Im Anschluss an die Einweihung findet um 19.30 Uhr der Kirchweih-Empfang der Gemeinde im Festzelt der Brauerei Windsheimer statt.