06.12.2018 – Nordrhein-Westfalen

In der Villa Henn in Köln-Nippes werden die Fenster restauriert

Villa Henn in Köln-Nippes © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Gehrmann

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Fensterzeile bei der Villa Henn in Köln-Nippes © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Gehrmann

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Blick ins Innere der Villa Henn in Köln-Nippes © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Gehrmann

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Historischer Wintergarten in drei Geschossen

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt dank der Lotterie GlücksSpirale in diesem Jahr für die Restaurierung der 24 historischen Fenster im dreigeschossigen Wintergarten der Villa Henn 50.000 Euro zur Verfügung. Der Fördervertrag erreicht die Denkmaleigentümer Ana-Marija Markovina und Professor Dr. Helmut Reuter in diesen Tagen. Die Villa Henn gehört somit zu den über 440 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

Die Villa Henn liegt im Nordwesten des Kölner Stadtteils Nippes, mitten in der aufgelockerten Wohnbebauung der Gocher Straße. In diesem im Verlauf der industriellen Entwicklung rasch wachsenden Stadtteil hatte der Architekt und Bauunternehmer Hugo Henn zwischen 1905 und 1913 mehrere Grundstücke erworben, die er nach eigenen Entwürfen mit Mietshäusern bebaute und anschließend verkaufte. 1907 errichtete Henn hier auch sein eigenes Wohnhaus.

Die dreigeschossige Villa mit unterschiedlich abgerundeten und rechteckigen Ausbauten erhebt sich über einem querrechteckigen Grundriss auf einem hohen, bossierten Werksteinsockel. Die Fassade ist weißglasiert gekachelt. Die Werk- und Sandsteingewände in einer Mischung aus Jugend- und Heimatstil rahmen die in Zweier- und Dreiergruppen zusammengefassten Hochrechteckfenster. Im zweiten und dritten Obergeschoss ragt ein von Konsolen getragener Rechteckerker aus der Fassade hervor. Das Dachgeschoss zeigt jüngere Dachhäuschen. Ein flaches Mansarddach deckt den Bau. Links von der Villa schließt sich eine neobarocke, zweiflügelige Toranlage mit Seiteneingang an, die in einen parkähnlichen Garten mit altem Baumbestand führt. Die Rückseite zeigt einen sechsteiligen Altan mit Terrasse und zweiläufiger Treppe sowie Balkons mit Metallgeländern. Die Fassade dominiert ein dreigeschossiger Wintergarten auf halbrundem Grundriss mit hohen hölzernen Hochrechteckfenstern und Oberlicht. Ein Belvedere mit schmiedeeisernem Gitter bekrönt den Wintergarten.

Den Zugang ins Haus gewährt eine von Sandsteingewänden gerahmte Tür mit rundem Oberlicht. Das Gebäude besitzt im Inneren die weitgehend originale wandfeste Raumausstattung sowie originale Türen bis hin zur Einrichtung des Musik- und des Esszimmers. Das repräsentative Vestibül zeigt marmorne Wandverkleidungen, Böden und Treppen. Zweiteilige Pinienholztüren mit Oberlicht und hochovalem Glasfenster führen zu den Wohnungen.